Die schlechten Nachrichten reißen für Bundestrainer Joachim Löw nicht ab: Nationaltorhüter Rene Adler vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen erlitt einen Rippenbruch. Die Fraktur bei Adler muss nach Vereinsangaben nicht operativ behandelt werden. Ob der 25-Jährige länger ausfällt, steht aber noch nicht fest. „Die Art der Fraktur lässt nach Aussage der Ärzte einen günstigen Heilungsverlauf erwarten, deshalb bin ich vorsichtig optimistisch“, sagte Adler in einer Presseerklärung von Bayer.

Im Fall Adler ist bisher nur klar, dass der Keeper für das nächste Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96 gegen Hannover 96 ausfällt.

Allerdings hatte der Keeper schon einmal mit einem Rippenbruch zu kämpfen, der sogar die Fortsetzung der Karriere infrage gestellt hatte. Dies war im Jahr 2006. Eine Titanplatte mit vier Schrauben wurden damals eingesetzt.
Wer für die deutsche Nummer eins gegen Hannover das Tor hüten wird, steht noch nicht fest. „Wir haben in Fabian Giefer und Benedikt Fernandez zwei Torhüter, die in der Bundesliga bereits ihre Klasse unter Beweis gestellt haben. Sie genießen unser volles Vertrauen“, sagte Bayer-Cheftrainer Jupp Heynckes, der definitiv erst am Wochenende entscheiden wird, wer Adler im Tor vertritt.

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist man auch zuversichtlich, dass der Bayer-Torwart bis zur WM-Endrunde wieder hundertprozentig fit wird. „Wir werden jetzt erst mal die weiteren medizinischen Untersuchung und die aktuelle Entwicklung abwarten. Andreas Köpke und ich haben mit Rene Adler telefoniert. Wir wünschen ihm schnelle und gute Besserung“, sagte Löw am Mittwoch. Erst Anfang März hatte er sich für Adler als Nummer eins entschieden und dem Leverkusener den Vorzug gegenüber Manuel Neuer (Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen), den anderen WM-Kandidaten für das Tor, gegeben.

Während bei Adler noch große Hoffnung besteht, hat Rolfes die WM-Teilnahme abgeschrieben. „Höchstwahrscheinlich ist die WM nicht mehr in Reichweite“, sagte der Bayer-Kapitän bei team.dfb.de, „bevor die Sache jedoch nicht definitiv ist, gebe ich die Hoffnung nicht auf. Ich muss damit rechnen, dass ich nicht dabei sein werde. Das weiß ich, auch wenn es schade ist. Mit Bundestrainer Joachim Löw bin ich regelmäßig in Kontakt. Er kennt den Stand der Dinge.“

Damit werden die Baustellen für Löw immer größer. In dem Hamburger Außenverteidiger Marcell Jansen (Syndesmoseriss) fällt ein weiterer Leistungsträger für die WM aus. Hinzu kommt die anhaltende Formschwäche bei einigen ursprünglich gesetzten Akteuren wie Miroslav Klose, Lukas Podolski, Mario Gomez oder Thomas Hitzlsperger.

Wenigstens hatte Mittelfeldspieler Sami Khedira (VfB Stuttgart) nach längerer Verletzungspause am vergangenen Samstag sein Comeback gegeben und dürfte in Südafrika doch dabei sein.

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sid/jr