Der Wechsel-Poker um Simon Pytlick zum Handball-Bundesligisten Füchse Berlin schlägt hohe Wellen. Inzwischen entwickelt sich ein Drama, wie es Handball–Deutschland nicht oft erlebt.
Fest steht: Der Däne wird das Trikot der Hauptstädter tragen und die SG Flensburg-Handewitt verlassen – spätestens ab Sommer 2027.
Zwar besitzt der 25-Jährige beim Klub in Schleswig-Holstein einen Vertrag bis 2030, doch enthält dieser eine Ausstiegsklausel für 2027. Diese wurde gezogen. So weit, so unproblematisch.
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Füchse Berlin: Transfer-Poker eskaliert
Für Unruhe sorgen Berichte, wonach der dänische Welt- und Europameister sowie Olympiasieger über einen vorzeitigen Wechsel spekuliert. Demnach hegt Pytlick den Wunsch, bereits in diesem Sommer zu den Füchsen zu wechseln.
„Es ist viel passiert, und das Vertrauen hat einen Knacks bekommen“, sagte Pytlick unlängst gegenüber dem dänischen Sender TV2. Ziel seiner Kritik: sein aktueller Arbeitgeber, die SG Flensburg-Handewitt.

Vertrauensbruch: Pytlick kritisiert die SG Flensburg-Handewitt
Ob und welche Konsequenzen Pytlicks Kritik haben könnte, ist offen. In Flensburg kündigten Sportdirektor Ljubomir Vranjes und Geschäftsführer Holger Glandorf ein internes Gespräch an und beriefen sich zugleich auf den laufenden Vertrag. Beim „Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag“ (SHZ) wurde Pytlicks Kritik an der eigenen Vereinsführung hingegen schon als „vereinsschädigend“ kommentiert.
Pytlick tut mir in erster Linie leid.
Nicolej Krickau, Trainer der Füchse Berlin
Neuer Karriereabschnitt: Spätestens 2027 in Berlin
In Berlin bewertet man die Lage gelassener. „Simon Pytlick tut mir in erster Linie leid“, sagte Füchse-Cheftrainer Nicolej Krickau am Mittwoch. Der 39‑Jährige stand 2023 und 2024 selbst in Flensburg an der Seitenlinie und kennt den Klub aus nächster Nähe. Nach seinem Eindruck habe Pytlick dort stets alles gegeben, um zu gewinnen.
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Der Spieler sei bereit für „ein neues Kapitel in seiner Karriere“, so Krickau. „Wir haben Simon spätestens 2027“, führte er unaufgeregt fort. Das Angebot, das Berlin den Flensburgern unterbreitet habe, sei „riesig“ gewesen – „und dabei bleiben wir.“ Zugleich machte Krickau am Mittwoch kein Geheimnis daraus, dass man Pytlick auch früher als geplant in der Hauptstadt gern begrüßen würde.





