Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, nun ist es offiziell: Die Füchse Berlin werden ab der kommenden Saison von Adidas ausgerüstet. Der amtierende deutsche Handballmeister hat einen fünfjährigen Vertrag mit dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach abgeschlossen.
„Mit Adidas in die Zukunft zu gehen, ist ein Meilenstein für den Verein“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning: „Das eröffnet uns noch einmal ganz andere Möglichkeiten.“ Die Berliner nannten keine Finanzzahlen zur neuen Partnerschaft, Hanning hatte aber zuletzt schon bestätigt, durch den Ausrüsterwechsel in finanzieller Hinsicht ein neues Level zu erreichen.
Füchse Berlin: Hoffnung auf Simon Pytlick für 2026 besteht weiterhin
Unter anderem dadurch gelangen den Füchsen die Verpflichtungen der Weltstars Dika Mem und Simon Pytlick, wobei gerade bei Letzterem weiterhin die Hoffnung besteht, ihn schon im kommenden Sommer von der SG Flensburg/Handewitt loseisen zu können. „Wir sind nach wie vor dazu in Gesprächen“, erklärte Hanning in einer Medienrunde am Dienstag, „wir sind aber auch an ein, zwei anderen Alternativen für die kommende Saison dran, weil wir nicht ohne Plan B warten können.“
Auch die Besetzung der zweiten Torhüterposition neben Lasse Ludwig ist für die kommende Saison noch offen. Hanning bescheinigte seinem Trainer und Sportchef Nicolej Krickau an dieser Stelle, auf einem guten Weg zu sein.
Adidas-Deal hilft der strategischen Ausrichtung des Klubs
Das Geld aus dem neuen Adidas-Deal, und vielleicht ja auch ein wenig die internationale Strahlkraft der weltberühmten drei Streifen auf dem Trikot, helfen den Berlinern jedenfalls bei der langfristigen Vereinsentwicklung.
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„Es geht für mich jetzt um die strategische Ausrichtung des Klubs“, sagte Hanning, der 2028 den Geschäftsführerposten an Paul Drux weitergibt und dann den Verein gern besenrein übergeben möchte. Dafür war der neue Ausrüstervertrag gewissermaßen das letzte Puzzlestück, die Verträge mit Ticketanbieter und Rechtevermarkter waren zuletzt schon langfristig verlängert worden.
Hanning proklamiert die Füchse 3.0
„Der Klub steht jetzt da, wenn wir noch die letzten Personalplanungen abgeschlossen haben, dass wir ‚Füchse 3.0‘ starten können“, sagte Hanning zufrieden. Das Erscheinungsbild jenes Vereins wird dann auch über die Profis hinweg einheitlich sein, denn genauso werden alle Klub-Mitarbeiter, Nachwuchsteams und die Frauenabteilung der Spreefüxe Berlin (2. Bundesliga) ab der kommenden Saison von Adidas ausgerüstet.
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„Das war mir ein großes Anliegen“, sagt Hanning in Bezug auf die Ausstattung der Handballerinnen, „es ist ein kleiner Traum von mir gewesen, dass mal alle in gleicher Ausrüstung spielen.“ Ein grober Erstentwurf des neuen Adidas-Trikots kursiert bereits hinter verschlossenen Türen, Hanning schürte schon mal Vorfreude: „Es wird etwas anders als sonst.“
Bis es die drei Streifen bei den Füchsen zu sehen gibt, dauert es noch. Zunächst beginnt die Rückrunde: Am Mittwoch sind die Berliner bei der HSG Wetzlar zu Gast (19 Uhr, Dyn), am Sonntag kommt schließlich der TVB Stuttgart zum ersten Heimspiel nach der EM-Pause in die Max-Schmeling-Halle (16.30 Uhr). Zwei Siege sind Pflicht, um die Aufholjagd in Richtung Champions-League-Plätze bestmöglich zu starten.




