Am Donnerstagabend waren die Handballer der Füchse Berlin in der Champions League bei Industria Kielce gefordert. Sie gewannen 37:32 (22:15). Welthandballer Mathias Gidsel war mit 13 Treffern der überragende Akteur.

Die noch viel wichtigere Nachricht wurde dann aber erst kurz nach Spielschluss bekannt. Lasse Andersson wird die Berliner im kommenden Sommer verlassen und sich dem dänischen Erstligisten HOJ Elitehandbold anschließen. Dort trifft er unter anderem auf Füchse-Legende Hans Lindberg, der 2024 nach Ende seiner Bundesliga-Karriere ebenfalls zu HOJ gewechselt war.

„Zehn Jahre hat Lasse nicht in Dänemark gelebt, weswegen es Sinn macht, dass er und seine Liebsten weniger Abstand zu ihrer Familie haben wollen“, erklärt der Berliner Trainer und Sportchef Nicolej Krickau zum Wechsel seines Schützlings.

Lasse Andersson verlässt die Füchse Berlin und wechselt zu HOJ Elitehandbold

Andersson kam 2020 aus Barcelona zu den Füchsen und wurde prägendes Gesicht beim Aufstieg des Klubs in die nationale und internationale Spitze. Er gewann mit den Berlinern 2023 die European League sowie 2024 und 2025 den Supercup. Zudem war er vergangene Saison Schlüsselspieler der Mannschaft, die die historische erste deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte errang.

Andersson galt mit seiner Wurfgewalt als ideale Ergänzung zum quirligen Welthandballer Mathias Gidsel. Es hatte allerdings schon seit Wochen Gerüchte um einen Abgang des stellvertretenden Kapitäns gegeben. Nun macht er von einer Klausel Gebrauch, um schon ein Jahr vor Ende seines bis 2027 datierten Vertrages wechseln zu können.

Als möglicher Ersatz waberte zuletzt der Name Simon Pytlick durch die Hauptstadt, der in der dänischen Nationalmannschaft mit Gidsel zusammenspielt und Krickau aus gemeinsamer Zeit bei GOG Handbold kennt. Noch ist er allerdings bis 2030 an die SG Flensburg/Handewitt gebunden. Wer Schlüsselspieler und Identifikationsfigur Andersson ersetzen wird, ist also keineswegs ausgemacht.

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