Es waren ungewohnte Gesichter, die sich am Dienstagabend in der Max-Schmeling-Halle feiern ließen. Die junge Garde der Füchse Berlin, die dem Handball-Bundesligisten einen perfekten Abschluss in der European League beschert hat. 34:23 (16:15) hieß es am Ende vor 3922 Zuschauern im letzten Gruppenspiel gegen HC Izvidac. Für die Berliner geht es damit ungeschlagen in die Hauptrunde.

„Dass es so deutlich wird, habe ich mir gewünscht. Aber wünschen kann man sich in der Weihnachtszeit vieles. Ob man es dann bekommt, ist eine andere Sache. Die Jungs haben das super gemacht heute“, lobte Trainer Jaron Siewert.

Füchse Berlin schonen gleich fünf Leistungsträger

Da die Füchse schon vor dem Finale der Gruppenphase Platz eins sicher hatten, gönnte der Trainer seinen Leistungsträgern eine Pause. Dejan Milosavljev, Mathias Gidsel, Lasse Andersson, Mijajlo Marsenic und Hans Lindberg saßen auf der Tribüne. Dafür standen mit Maxim Orlov (21), William Reichardt (17), Lucas Mohr (20), Felix Mart (19), Marcel Nowak (21), Sören Fuhrmann (21) und Max Grundmann (18) gleich sieben Talente im Kader.

Und die legten ordentlich los. Nach einem Fünf-Tore-Lauf zu Beginn schien die Partie eine klare Angelegenheit zu werden. Weil die Gäste aus Bosnien-Herzegowina aber ebenfalls mit fünf Treffern in Folge konterten, blieb das Duell zumindest in Hälfte eins ausgeglichen.

Nach der Pause folgte dann allerdings eine echte Machtdemonstration. Die Füchse starten mit neun Toren in Serie – 25:15 und damit zehn Tore Vorsprung standen nach 40 Minuten auf der Ergebnistafel. Eine Dominanz, die ohne die 17 Paraden von Victor Kireev nicht möglich gewesen wäre. Der Russe feierte am Dienstagabend nach einer Hand-Verletzung sein Comeback.

Hauptrunde der European League startet im Februar

Die punktlosen Gäste aus Ljubuski kamen in der zweiten Hälfte zu gerade mal acht Treffern. Und weil sich die Talente der Füchse beinahe in einen Rausch spielten, stand am Ende – abgesehen von Linksaußen Hakun West – jeder Feldspieler in der Torschützenliste. Bester Werfer: Tim Freihöfer (sechs Tore).

„Ich bin stolz, dass wir das am Ende so gut gelöst haben“, sagte Nils Lichtlein, der das junge Füchse-Team als Kapitän anführte. Die Hauptrunde der European League startet im Februar. In der Bundesliga geht es für die Füchse schon am Sonntag weiter. Dann ist Frisch Auf Göppingen zu Gast im Fuchsbau (18 Uhr, Dyn).