Im Rückraum der Füchse Berlin wird es luftig. Nach den Langzeitausfällen von Fabian Wiede (Sprunggelenk) und Paul Drux (Riss der Achillessehne) wird jetzt auch Matthes Langhoff bis zum Ende der Hinrunde in der Handball-Bundesliga fehlen. Der Rückraumspieler hatte sich in der vergangenen Woche in der European League in Chambery das Innenband gerissen.

Am Dienstag, wenn die Berliner das letzte Gruppenspiel auf europäischer Bühne in der heimischen Max-Schmeling-Halle gegen HC Izvidac (20.45 Uhr, Dyn und DAZN) bestreiten, wird die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert aber auch unabhängig von Langhoffs Ausfall ein völlig anderes Gesicht zeigen.

Lichtlein führt die Füchse Berlin als Kapitän an

„Wir nutzen das Spiel, um Kräfte zu verteilen, um die letzten fünf Spiele optimal vorbereiten zu können, was den Energiehaushalt angeht“, erklärte der Chefcoach, der mit Dejan Milosavljev, Mathias Gidsel, Lasse Andersson und Mijajlo Marsenic gleich vier Leistungsträger schonen wird.

Stattdessen wird der Kader mit Talenten aus der zweiten Mannschaft, aus Potsdam und der A-Jugend der Füchse aufgefüllt. Maxim Orlov (Rückraum Mitte/21), Willi Reichardt (Rückraum Mitte/17), Lucas Mohr (Rückraum links/20), Felix Mart (Rückraum Mitte/19), Marcel Nowak (Rückraum rechts/21), Sören Fuhrmann (Rückraum rechts/21) und Max Grundmann (Tor/18) werden wichtige Spielpraxis erhalten.

„Es ist das letzte Gruppenspiel, auch das wollen wir gewinnen“, forderte Trainer Siewert. „Wir wollen verlustpunktfrei in die Hauptrunde gehen. Deshalb nutzen wir das, um jungen Talenten eine Chance zu geben und hoffen, dass sie das Vertrauen mit Leistung zurückzahlen. Da mache ich mir aber überhaupt keine Sorgen.“ Nils Lichtlein wird die junge Mannschaft als Kapitän anführen, Keeper Viktor Kireev soll nach einer Handverletzung sein Comeback feiern.