Handball

Mit Wiede und Stochl wollen die Füchse Platz zwei

Der Tscheche Stochl beendet nach dieser Saison seine Karrriere und läuft das letzte Mal auf. Nationalspieler Wiede kehrt zurück.

Petr Stochl (l.) und Silvio Heinevetter bilden eins der stärksten Torhüter-Duos in der Handball-Bundesliga

Petr Stochl (l.) und Silvio Heinevetter bilden eins der stärksten Torhüter-Duos in der Handball-Bundesliga

Foto: Fotostand / Ellerbrake / picture alliance / Fotostand

Berlin.  Zum elften Mal setzte sich Petr Stochl in den Bus in Richtung Lemgo. Während der gut 400 Kilometer zur heutigen Partie beim TBV (19 Uhr, Sky) ging dem Torhüter der Füchse Berlin durch den Kopf, dass diese Dienstreise zu seinen letzten gehört. Am Saisonende will der 41-Jährige seine Karriere beenden. „Auf der Fahrt denke ich darüber nach, im Spiel aber nicht mehr“, sagt er.

Zuletzt musste der Füchse-Kapitän Silvio Heinevetter oft den Vortritt lassen. Der Nationalspieler agierte in den vergangenen zwei Partien mit je 13 Paraden überragend. „Silvio kommt langsam da hin, wo ich ihn haben will“, sagt Trainer Velimir Petkovic. Stochl braucht er dennoch für die wichtigen Momente. „Gerade war es mir sehr angenehm, dass Silvio so gut war, denn ich war nicht fit“, sagt Stochl. Erst plagte ihn eine Rückenblockade, dann eine Erkältung.

Die Füchse brauchen ihr Torhüterduo aber. Jedes Tor, das durch Gegenstoß nach Abwehraktion entsteht, ist eine Entlastung für den ausgedünnten Rückraum. „Es ist wichtig, dass wir uns gerade auf die Abwehr und den Übergang nach vorne konzentrieren“, sagt Stochl. „Damit kann man zwei, drei Tore mehr pro Spiel machen und das hilft uns enorm.“ In Lemgo wird zudem Fabian Wiede den Rückraum nach seiner Schulterprellung wieder auffüllen. „Wenn Fabi spielen kann, wäre das eine große Hilfe für uns“, sagt Stochl. Mit einem Sieg könnte man unter Umständen auch Tabellenplatz zwei zurück erobern.