Machtkampf

Handball-Verband gibt Füchse-Manager Hanning Rückendeckung

Der DHB bekennt sich öffentlich zu seinem Vizepräsidenten. Die Wahl des neuen Präsidenten erfolgt im September. Füchse empfangen am Mittwoch Lübbecke. Hanning: „Verlieren verboten!“

Foto: Jens Wolf / dpa

Das Aufatmen war groß. Waren ja auch harte Tage mit nicht minder heftigen Anschuldigungen, die Bob Hanning da im tobenden Machtkampf an der Spitze des Deutschen Handballbundes (DHB) erlebt hatte. Erst am Montag waren von einigen Landesfürsten die Rufe nach einer Rückkehr von Ex-Präsident Bernhard Bauer lauter und damit der Druck auf Verbandsvize Hanning größer geworden. Am Dienstag trafen sich nun aber die Verantwortlichen auf einer außerordentlichen Präsidiumssitzung in Hannover. Und nach der Sitzung erfolgte ein Treuebekenntnis zu Hanning, zugleich auch Geschäftsführer der Füchse Berlin.

Das DHB-Präsidium veröffentlichte eine Erklärung, in der man sich hinter den Vizepräsidenten Leistungssport stellt. Dieser war nach den zu Bauers Rücktritt geführten Zerwürfnissen öffentlich in die Kritik geraten. „Das DHB-Präsidium hat offen und zukunftsorientiert die Situation diskutiert, die sich durch die Amtsniederlegung von Bernhard Bauer als DHB-Präsident ergeben hat. Das DHB-Präsidium steht geschlossen hinter dem Vizepräsidenten Leistungssport Bob Hanning und seiner Arbeit für den DHB“, heißt es in der Erklärung.

Darüber hinaus bekannte sich das Handball-Präsidium ausdrücklich zu den im Arbeitsprogramm „Perspektive 2020 – dem deutschen Handball eine Zukunft geben“ festgelegten Zielen. Für das Programm zeichnet Hanning maßgeblich verantwortlich. Sein großes Ziel ist es, dass Deutschland 2020 Olympiasieger wird. Am 26. September will der DHB dann einen Nachfolger für Bernhard Bauer wählen.

Heimsieg soll Sicherheit bringen

Im Heimspiel der Füchse am Mittwoch gegen den abstiegsbedrohten TuS Nettelstedt-Lübbecke (19 Uhr, Schmeling-Halle) dürfen sich die Berliner im Kampf um Platz fünf in der Bundesliga keinen Ausrutscher erlauben. „Wir wollen versuchen, kein Heimspiel mehr in dieser Saison zu verlieren“, sagte Manager Hanning, „das Motto heißt: verlieren verboten!“ Sollte das Team die Leidenschaft aus dem Heimsieg gegen den HSV Handball eine Woche zuvor abrufen, „müsste es gegen Nettelstedt klappen“. Die Füchse streben in der Liga noch Rang fünf an, der zur Teilnahme am EHF-Pokal berechtigt. „Wir wollen oben dran und im Rhythmus bleiben“, sagte Hanning. Im Mai stehen die Final Fours im Pokal (9./10.5. in Hamburg) und EHF-Cup (16./17.5. in Berlin) an. Dafür soll jetzt die Sicherheit gewonnen werden.