Handball

Sigurdsson beruft zwei Füchse in seinen Kader für die WM

Der Trainer der Füchse setzt auch in der Nationalmannschaft auf Silvio Heinevetter und Paul Drux. Die Berliner Handballer müssen am Dienstag gegen Göppingen unbedingt gewinnen.

Foto: Jens Wolf / dpa

Das Bundesligaspiel gegen Frisch Auf Göppingen vor der Brust, die Handball-Weltmeisterschaft in Katar aber auch schon im Kopf: Dagur Sigurdsson muss momentan doppelt denken. Zum einen als Klubtrainer, wenn die Füchse Berlin am Dienstag (19 Uhr, Schmeling-Halle) auf den Tabellenfünften aus Schwaben treffen und den Negativtrend umdrehen müssen. Zum anderen ist der Isländer bekanntlich auch Bundestrainer, und in dieser Funktion berief der 41-Jährige am Montag seinen Kader für die Titelkämpfe vom 15. Januar bis 2. Februar in Katar. Mit dabei sind auch zwei Berliner: Torhüter Silvio Heinevetter und U20-Europameister Paul Drux. Den Sprung nicht geschafft hat Fabian Wiede.

Mit seinem Klub hat Sigurdsson zurzeit große Probleme. Bis auf den zehnten Rang ist das Team abgesackt. Der Coach fordert aus den beiden verbleibenden Spielen in diesem Jahr, gegen Göppingen und am Freitag in Gummersbach, vier Punkte. Dann könnte das Ziel, Erreichen eines internationalen Startplatzes, vielleicht noch erreicht werden. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Im Gegensatz zu Geschäftsführer Bob Hanning. Zumindest hofft dieser auf einen erfolgreichen Jahresabschluss in eigener Halle.

Hanning ist froh, dass der Coach, der nach der Saison wegen seiner Verpflichtung als Bundestrainer die Füchse verlassen wird, anders denkt als er: „Es wäre schlimm, wenn er sich meiner Meinung anschließen würde.“ In der Tat gäbe Sigurdsson ein schlechtes Bild ab, wenn vor den Spielern und der Öffentlichkeit den internationalen Startplatz aufgeben würde.