Handball

Füchse Berlin unterliegen bei den Rhein-Neckar Löwen

Die Berliner haben 27:31 beim Tabellenzweiten aus Mannheim verloren. Am Ende fehlte den Füchsen das letzte Quäntchen Kraft und das nötige Glück vor dem stark haltenden Löwen-Torwart Niklas Landin.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Am Ende schlichen die Spieler der Füchse Berlin mit hängenden Köpfen vom Feld. Stolz auf das Geleistete wollte niemand sein. Denn am Ende verlor das Berliner Handballteam am Sonnabend bei den Rhein-Neckar Löwen mit 27:31 (17:16).

Das nackte Ergebnis ist das eine, es täuscht jedoch darüber hinweg, dass die Berliner lange eine hervorragende Leistung zeigten. Da die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson auf die verletzten Sven-Sören Christophersen, Paul Drux, Pavel Horak und Oliver Milde verzichten musste, hatte man vor der Partie beim Tabellenzweiten Schlimmes befürchtet. Schließlich waren die gebeutelten Berliner sechs Tage zuvor in eigener Halle mit 20:31 eingegangen.

„Unser Problem war, dass wohl zu viele gedacht haben, dass sich die Füchse hier abschlachten lassen“, erklärte der Schweizer Nationalspieler Andy Schmid, mit 13 Toren der Matchwinner bei den Löwen. „Die Füchse haben es uns sehr schwer gemacht.“

Niklas Landin im Löwen-Tor machte den Unterschied

Denn erst nach 36 Minuten gerieten die Berliner zum ersten Mal in Rückstand (18:19), natürlich durch einen Treffer von Schmid. Bis dahin hatten die Füchse teilweise mit drei Treffern Differenz (5:2, 10:7) geführt. Immer wieder waren es in der ersten Hälfte Jesper Nielsen (mit acht Treffern bester Füchse-Werfer) und Konstantin Igropulo (5 Tore), die sich gegen die Gastgeber in der Mannheimer Arena durchsetzten.

Natürlich hatten die Berliner nicht die Möglichkeit, so hochkarätig zu wechseln wie die Löwen, dennoch stand es nach 49 Minuten, durch ein Tor von Iker Romero (4), 26:26. Aber danach war man ohne Chance. Niklas Landin im Löwen-Tor machte in den letzten Minuten den Unterschied. Immer wieder hielt der Däne Berliner Werfer, im Gegenzug war die Füchse-Abwehr dreimal hintereinander nicht konsequent genug.

Die Rhein-Neckar Löwen sind nun zumindest für einen Tag auf einen Punkt an Tabellenführer THW Kiel herangekommen. Der Meister spielt erst am Sonntag. Die Füchse ihrerseits müssen bangen, den für die EHF-Pokal notwendigen fünften Rang zu halten.