Handball

Füchse nach Sieg in Wetzlar auf Champions-League-Kurs

Die Füchse Berlin haben mit einem 27:25 den dritten Sieg in Serie errungen - und damit ihre Ambitionen für die Champions League untermauert. Sie kletterten in der Handball-Bundesliga auf Rang drei.

Foto: Christof Koepsel / Bongarts/Getty Images

Dieser Sieg schmeckt den Füchsen gleich doppelt süß. Mit dem 27:25 (13:13) am Dienstagabend bei der HSG Wetzlar nahmen die Berliner nicht nur erfolgreich Revanche für die bittere Hinspielpleite, die Mannschaft von Cheftrainer Dagur Sigurdsson kletterte in der Handball-Bundesliga zudem auf Rang drei. Diese Platz würde zur direkten Qualifikation an der Champions League berechtigen.

Nach einem harten Kampf freuten sich die Berliner ausgelassen über den Erfolg in Mittelhessen. „Uns war klar, dass es schwer und hitzig werden würde“, sagte Nationalspieler Sven-Sören Christophersen und war erleichtert: „Es ist schön, dass wir diese Punkte geholt haben, sie helfen uns sehr für die Qualifikation für Europa. Jeder Sieg verschafft uns Luft nach unten. Und vielleicht schaffen wir ja am Ende tatsächlich wieder die Qualifikation für die Champions League.“ Die meisten Berliner Tore warf der russische Nationalspieler Konstantin Igropulo (9/6 Siebenmeter).

Erste Halbzeit auf Augenhöhe

Als Schlüsselspiel hatte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning die Partie in Wetzlar mit Blick auf das schwere Restprogramm bezeichnet und die Spieler darum gebeten, ihre Emotionen im Zaum zu halten. Nach einer Anfangsphase, in der es in ihrem Spiel noch an Struktur fehlte, kamen die Berliner aber immer besser in die Partie hinein. In einer Auszeit hielt Sigurdsson seine Mannen dazu an, die Angriffe noch besser abzuschließen „und mehr zurückzulaufen“.

Die Spieler setzten die Anordnung um und schafften in der 14. Minute den Ausgleich zum 6:6. Vor 4412 Zuschauern entwickelte sich ein rasantes und spannendes Spiel, in der sich zunächst kein Team absetzen konnte. Nachdem die Gastgeber in der 18. Minute mit 9:7 geführt hatten, schafften die Füchse noch bis zur Pause den Ausgleich durch einen Gewaltwurf von Iker Romero.

Chancen mit Cleverness eines Spitzenteams genutzt

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es lange ein Spiel auf Augenhöhe. In der 45. Minute gelang es den Berlinern erstmals, eine Zwei-Tore-Führung herauszuwerfen (20:18). In dieser Phase des Spiels hielt der überragende Füchse-Torhüter Petr Stochl gleich mehrere Bälle nacheinander und ermöglichte damit seiner Mannschaft, auf 22:18 (48. Minute) davonzuziehen.

Es war die Vorentscheidung des Spiels. In der Schlussphase musste Wetzlar ein höheres Risiko gehen, wodurch der HSG auch mehr Fehler unterliefen. Die Füchse hingegen warteten geduldig auf ihre Chancen und nutzten diese mit all der Cleverness eines Spitzenteams. Als der wichtige Auswärtssieg feststand, bedankten sich die Berliner bei den mitgereisten Anhängern. Das nächste Spiel steigt am 14. Mai in der Schmeling-Halle gegen den SC Magdeburg (19 Uhr).