Handball-Erstligist Füchse Berlin hat einen Tag, nachdem die Rhein-Neckar Löwen die Tabellenführung erobert hatten, dem Rivalen aus Mannheim die Spitzenposition in der Bundesliga wieder abgenommen.

Beim kriselnden TV Großwallstadt gewannen die Berliner am Mittwochabend 25:18 (13:11) und führen mit nun 16:2 Punkten die Rangliste wieder an. Erfolgreichster Werfer im Team von Coach Dagur Sigurdsson, das zwei Spiele mehr ausgetragen hat als die Löwen (14:0), war Bartlomiej Jaszka mit fünf Treffern. Sven-Sören Christophersen, Mark Bult und Markus Richwien erzielten jeweils vier Tore. Der TVG hatte seine besten Werfer in Patrick Schmidt, Maximilian Holst, David Graubner und Michael Spatz (je 4).

Überraschend setzte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson Neuzugang Konstantin Igropulo ein. Der Russe fehlte zuletzt beim Champions-League-Spiel in Barcelona wegen des Todes seines Vaters. Eigentlich sollte der rechte Rückraumspieler auch bei den Main-Franken nicht zum Einsatz kommen.

Mit Igropulo legten die Füchse einen guten Start hin und führten nach sieben Minuten 5:1. Mitte der ersten Halbzeit stand es gar 12:6 für die Füchse. Der TVG kämpfte sich jedoch noch vor der Halbzeit auf 11:13 heran. Nach der Pause fiel gar das 12:13. Näher ließen die Füchse ihren Gegner aber nicht mehr herankommen. Wie schon so oft, wenn es eng wurde, zog der Champions-League-Teilnehmer das Tempo wieder an. Bis zum Schlusspfiff dominierten die Berliner klar das Geschehen und fuhren verdient ihren siebten Saisonsieg ein.

dpa/sei