Der gute Beginn der Eisbären Berlin in dieser Saison bot durchaus schon allerhand. Das gewisse Etwas aber, das fehlte ihm bislang noch. Dies jedoch hat sich mit dem siebten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erledigt. Der Titelverteidiger erklomm mit dem 5:0 (0:0, 2:0, 3:0) vor 13.709 Zuschauern in der Uber Arena gegen die Grizzlys Wolfsburg die Tabellenspitze. In der heimischen Liga gelang dem Rekordmeister der fünfte Sieg in Serie.

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Für die Eisbären war es eine Partie, in der sie die Belastung des Mittwochs überspielen mussten. Die Berliner hatten in der Champions Hockey League (CHL) zu tun. Beim 4:3 in Salzburg versuchte Coach Eric Dubois deshalb, die Eiszeit möglichst breit zu verteilen. Dazu gab er beim Achtelfinaleinzug den jungen Spielern mehr Entfaltungsmöglichkeiten als sonst. Am Freitag war zudem der zuletzt angeschlagene Manuel Wiederer wieder dabei (Leonhard Pföderl fehlte weiterhin), sodass der Titelverteidiger den Umständen entsprechend gut präpariert an den Start gehen konnte.
Eisbären Berlin treffen auf sehr gefährlichen Gegner
Das war auch nötig, denn nicht weniger als das nächste Spitzenspiel stand bevor: Der Zweite empfing den Dritten. So weit oben hatten viele die Niedersachsen kaum erwartet. Doch die Grizzlys beeindruckten mit ihren Darbietungen bislang. Vor allem gegen die Spitzenklubs der Liga gelang den Wolfsburgern sehr viel. Köln, München, und Mannheim wurden geschlagen. Gegen die schwächeren Teams wie Schwenningen und Augsburg ließ man dagegen Punkte liegen. Es drohte also Ungemach.
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Wobei Wolfsburg trotz des guten Abschneidens deutlich mehr Gegentore als die Berliner kassiert hatte. Eine gewisse Anfälligkeit war also zu konstatieren, eine Schwachstelle zu identifizieren. Nur zu sehen war sie erst einmal nicht. Stattdessen hatte Jonas Neffin im Tor der Eisbären zunächst gut zu tun. Die Defensive des Meisters wirkte unsortiert. Nach vorn verpuffte vieles wirkungslos, da Abschlüsse nicht konsequent gesucht wurden.
Daher befand Stürmer Yannick Veilleux: „Das war nicht unser bestes Drittel.“ Im zweiten Abschnitt dauerte es allerdings, bis das Spiel des Meisters griffiger wurde. Vorerst plätscherte die Partie dahin, ein paar Strafzeiten belebten schließlich das Geschehen. Zählbares wiederum ergab sich erst, als die Berliner einen Wolfsburger Angriff vor der eigenen blauen Linie abfingen. Liam Kirk schaltete schnell um, Frederik Tiffels vollendete den Konter zur Führung (34.).
Eisbären Berlin mit erfolgreichem Penalty von Foudy
Erneut ein Konter trug auch dazu bei, dass die Eisbären ihren Vorsprung schnell ausbauen konnten. Jean-Luc Foudy zog davon, wurde dabei unfair gestört und erhielt einen Penalty zugesprochen. Den verwandelte er zum 2:0 (36.). Der Doppelschlag stellte den Spielverlauf zwar nicht auf den Kopf, wurde ihm aber ebenso nicht ganz gerecht. In jedem Fall hatten die Eisbären das Maximum herausgeholt.
Das untermauerte Kirk mit dem 3:0, das erneut nach einem schnellen Vorstoß gelang (48.). Derweil nutzten den Gästen selbst einige Überzahlsituationen im Schlussdrittel nichts, um an Neffin vorbeizukommen. Der Goalie setzte seine beeindruckenden Leistungen fort (vier Einsätze, ein Gegentor), nervte den Gegner. Während die Kollegen Andreas Eder (56.) und Tiffels (58.) die Partie noch deutlicher gestalteten. Was mittlerweile auch dem Spielverlauf entsprach.





