Eines war schon vor Beginn der Partie klar. Es wird das letzte Heimspiel im Halbfinale für die Eisbären Berlin. Denn falls in der „Best of seven“-Serie auch Spiel sieben noch nötig werden würde, dann würde es wie Partie sechs in Köln stattfinden. Insofern wussten die Fans des Rekordmeisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht, ob es überhaupt ein Wiedersehen mit dem Team geben würde in dieser Saison.

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Die Chancen darauf sind nicht schlecht. Nach dem 5:2 (0:0, 2:1, 3:1) vor den 14.200 Zuschauern in der Uber Arena gegen die Haie steht es nach fünf Duellen nun 3:2 in der Serie. Die sechste Partie wird am Montag ausgetragen (19.30 Uhr, MagentaSport). Erstmals ist dabei eine Entscheidung möglich, während Mannheim bereits nach fünf Spielen gegen München ins Finale eingezogen ist.

Eisbären Berlin spielen wieder mit vier Reihen

Die vierte Partie am Mittwoch hatten die Berliner trotz einer guten Leistung in der Verlängerung verloren (3:4). Das kostete Kraft, da die Verletzungssituation sich wieder zugespitzt hat und Trainer Serge Aubin überwiegend mit drei Sturmreihen und einem rotierenden Mittelstürmer hatte spielen lassen. Trotz einiger Nachwuchsakteure auf der Bank, doch diese einzusetzen, war ihm ein zu großes Risiko. In Spiel fünf durfte Aubin immerhin wieder auf den zuletzt für zwei Partien gesperrten Yannick Veilleux zählen.

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Da der Coach Moritz Kretzschmar erneut in die Defensive beorderte, konnte Eric Mik in den Angriff vorrücken. Das ergab eine ordentliche vierte Reihe, die es dem EHC erlaubte, in mehr Tempo zu investieren. Zunächst aber zeigten die Eisbären einige Rhythmusstörungen. Zwar gelangen gute Kombinationen, doch sie wirkten etwas zu umständlich in der Ausführung. Gleichzeitig taten sie sich schwer, ihr Forechecking konsequent durchzuziehen. In der Abwehr wurden zudem einige riskante Pässe gespielt.

Die Berliner hatten also Steigerungspotenzial. Das nutzten sie tatsächlich. Erst einmal musste Torhüter Jonas Stettmer in Unterzahl gegen Maximilian Kammerer retten (23.). Als die Eisbären wieder vollzählig waren, fuhren sie einige beherzte Angriffe. Als Adam Smith freie Schussbahn hatte, zog er platziert ab und traf zur Führung (25.). Wenig später erhielt der EHC erneut eine Strafzeit. Manuel Wiederer fing in Unterzahl den Puck an der eigenen blauen Linie ab und erzielte per Konter das 2:0 (28.).

Eisbären Berlin erhöhen durch Müller auf 3:1

Für den Titelverteidiger war es nun wichtig, die Partie zu beruhigen. Doch der Hauptrundensieger erhöhte ebenfalls das Tempo und drängte die Eisbären mehr in die Defensive. Eine Unachtsamkeit hinter dem eigenen Tor führte schließlich zum Anschluss durch Dominik Bokk (32.). Nach der ersten engen Partie in der Serie zuvor zeichnete sich damit gleich die nächste ab. Beide Teams erarbeiteten sich Druckphasen, aber nie dauerhafte Dominanz.

Dennoch kamen die Berliner durch Jonas Müller zum 3:1 (43.), er war einmal um das Tor gefahren und hatte plötzlich viel Platz. Anschließend entwickelte sich eine Abnutzungsschlacht, in der Köln durch Gregor MacLeod in Überzahl wieder den Anschluss herstellte (54.). Doch Liam Kirk (59.) und Marcel Noebels (60.) trafen ins leere Tor, als die Haie alles auf eine Karte setzten. Sie gaben den Eisbären sowie ihren Fans die Hoffnung auf das Wiedersehen im Finale.