Bislang waren die einzelnen Partien im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien jeweils klare Angelegenheiten. Spiel vier allerdings spannte die Nerven deutlich mehr an. Vor den 18.600 Zuschauern in der Kölner Arena musste diesmal die Verlängerung zur Siegerermittlung dienen. Dabei unterlagen die Berliner 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:1). In der „Best of seven“-Serie steht es damit 2:2. Am Freitag geht es in der Berliner Uber Arena weiter (19.30 Uhr, MagentaSport).

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Aufgrund der schweren Verletzung von Lean Bergmann (Knie) musste Trainer Serge Aubin seine Aufstellung abermals ändern. Der Stürmer war in Spiel drei (4:2) gefoult worden und fällt bis weit in die nächste Saison aus. Dafür rückte Eric Hördler in die dritte Reihe, Verteidiger Moritz Kretzschmar musste in die vierte Angriffsreihe. Abwehrspieler Norwin Panocha durfte erstmals in diesem Play-off mit auf die Bank. Mit gleich vier U23-Spielern war das Aufgebot des Rekordmeisters sehr jugendlich.
Eisbären Berlin müssen schnellen Rückstand verkraften
Angesichts der harten Gangart der Kölner – Verteidiger Jonas Müller erlitt einen brutalen Stockschlag, der aber nicht geahndet wurde –, war interessant, wie sich das auf den weiteren Verlauf der Serie auswirken würde. Zunächst einmal aber mussten die Berliner den schnellen Treffer der Haie nach nur 42 Sekunden verkraften, Frederik Storm war völlig frei. Davon ließ sich das EHC-Team allerdings nicht weiter stören. Die Eisbären suchten nach Offensivzeit, doch die Haie drängten ebenso nach vorn.
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Anders als in der dominanten Partie zuvor konnten die Rheinländer den Berlinern mehr entgegensetzen. Zwar traf Ty Ronning in Überzahl zum Ausgleich (14.), doch die Eisbären spielten oft ungenau und erlaubten dem Hauptrundensieger viele Konter. Jake Hildebrand im Tor hatte einiges zu tun. „Wir waren ein bisschen schlampig“, so Ronning. Das änderte sich allerdings trotz des schnellen Treffers von Kai Wissmann 20 Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels nicht.
Stattdessen entwickelte sich ein Schlagabtausch, in dem beide Defensivreihen immer wieder ihre Probleme hatten. Die Eisbären verursachten ihre Schwierigkeiten dabei häufig mit Fehlpässen in der Offensive, die schnelle Gegenstöße ermöglichten. Das nutzte Köln durch Tanner Kero zum Ausgleich (24.). In den wechselnden Druckphasen passierte einiges auf dem Eis. Als die Berliner einen Puck nicht richtig aus dem eigenen Drittel bekamen, lagen sie durch einen Treffer von Dominik Bokk plötzlich wieder zurück (33.).
Eisbären Berlin wieder mit Stettmer im Tor
Weit schwerer als das Gegentor aber wog die Verletzung, die Hildebrand sich dabei zuzog. Nach einem weiten Spagat konnte er nicht mehr eigenständig laufen, nach dem zweiten Start nach einer Verletzungspause droht ihm der nächste lange Ausfall. Dafür rückte Jonas Stettmer, der ohnehin die meiste Zeit im Play-off im Einsatz war, wieder ins EHC-Tor. Er musste sich anschließend ebenso bei Kontern bewähren.
Allerdings zogen die Eisbären auch das Tempo an. Liam Kirk traf schließlich in Überzahl zum 3:3 (52.). So ging es in die Overtime, in der die Berliner sehr mutig nach vorn spielten. Doch ein Schuss von Bokk entschied die Partie letztlich für die Haie (78.).





