Statt am Dienstagvormittag auf dem Eis zu stehen und sich auf das Spitzenspiel am Mittwoch gegen den ERC Ingolstadt vorzubereiten, trafen sich Mannschaft und Management der Eisbären Berlin um zwölf Uhr in der Kabine. Kurzfristig hatte Trainer Serge Aubin die Einheit gestrichen und eine Teamsitzung anberaumt. Die Gedanken der Profis waren da ohnehin schon längst nicht mehr beim Eishockey, denn der Gesundheitszustand von Tobias Eder (26) hat sich dramatisch verschlechtert.

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Die Fassungslosigkeit der Berliner war vor dem Wellblechpalast in Hohenschönhausen allgegenwärtig. Statt Auskünfte zur Partie beim Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gab es überall nur leere Gesichter. Und die Bitte, alle an diesem Tag mit ihren Gedanken allein zu lassen. Letztlich teilte der Klub am späten Nachmittag mit, dass sich die Mannschaft aufgrund der Situation „nicht in der Lage“ sehe, die Partie zu bestreiten. Sie wurde im Einvernehmen mit Liga und Ingolstadt auf den 26. Februar verlegt.
Eisbären-Stürmer war im Dezember noch guter Dinge
Kurz vor Beginn der Saisonvorbereitung Anfang August, als die obligatorischen Untersuchungen der Spieler stattgefunden hatten, verkündete der DEL-Rekordmeister, dass sich Eder aufgrund eines bösartigen Tumors umgehend in medizinische Behandlung begeben müsse. Viele Informationen gab es seither nicht. Anfang Dezember trat der gebürtige Bayer als Studiogast bei MagentaSport auf und wirkte zuversichtlich: „Mir geht es den Umständen entsprechend gut“, hatte Eder dort gesagt.
Ende Dezember nahm Eder auch an einer Ehrung bei Red Bull München teil, doch in den vergangenen Wochen änderte sich die Lage offenbar drastisch. Die Eisbären berichten nun von einem „kritisch“ verschlechterten Zustand, der alle unerwartet getroffen habe.





