Diese Ansage kam voller Leidenschaft. „Hartmut Nickel lebt noch“, sagte Don Jackson. In der Stehplatzkurve der Fans der Eisbären Berlin brach Jubel aus. Nickel, die mittlerweile verstorbene Legende des Klubs, war lange ein enger Vertrauter, der Assistent von Jackson, als dieser in Berlin als Trainer wirkte. Dem US-Amerikaner war es wichtig, den alten Gefährten noch einmal zu erwähnen, denn Nickel war Teil seiner vielen Erfolge.

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So wie viele Spieler, und viele Protagonisten seiner Teams, mit denen Jackson bei den Eisbären als Coach zwischen 2007 und 2013 fünf Meisterschaften in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewann, erwähnte er ebenso, als er vom Klub für seine Verdienste geehrt wurde. In einer ungewöhnlichen Konstellation, denn unmittelbar nachdem das Banner mit seinem Namen unter die Hallendecker der Uber Arena gezogen worden war, ging er auf die Bank des Gegners, führte Red Bull München durch das Spiel gegen den EHC und nahm beim 2:3 (1:0, 0:1, 1:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen auch noch den Sieg mit.

Viele frühere Eisbären-Profis loben Jackson in Videobotschaften

Peter John Lee, der Aufsichtsrats-Vize der Eisbären, hatte noch gescherzt. „Ich beeile mich, denn ich weiß, du hast noch was zu tun“, so der frühere Klubchef bei seiner Rede. Fast 20 Minuten dauerte die ganze Zeremonie zu Ehren von Jackson, der mit München später vier weitere Meisterschaften gewann. Per Videobotschaft beschrieben viele der früheren Profis, die Jackson erwähnte, ihren alten Trainer. „Er hat dich als Mensch gesehen, dann erst als Spieler“, sagte André Rankel.

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Das ganze Team der Münchner stand an der Bande, als Jackson geehrt wurde, während die Mannschaft des EHC erst kam, als das Banner in der Luft war. An sich hatte der 68-Jährige als Trainerausbilder mit den Bayern nach Berlin kommen sollen. Im April 2023 hatte er sich vom aktiven Coaching zurückgezogen. Doch just einen Tag vor der Zeremonie in Berlin übernahm er aushilfsweise wieder den Job als Übungsleiter von RB.

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Stoisch stand er schließlich am Plexiglas. Vorher hatte er seine Zeit mit den Eisbären noch einmal in Auszügen rekapituliert, konnte die Tränen kaum halten, als er sich bei seiner Frau Nancy und der Familie bedankte. „Du warst Cheftrainer für sechs bemerkenswerte Jahre, die den Klub zu neuen Höhen führten“, lobte Lee. Mit fast zehn Minuten Verspätung fing die Partie gegen die Süddeutschen an.

Ronning bringt die Eisbären Berlin in die Verlängerung

Geplant war das erneute Engagement an der Bande nicht, doch nach dem freiwilligen Rückzug von Max Kaltenhauser am Dienstag ist Jackson nun der dritte Coach in dieser Saison bei RB. In den letzten zehn Partien gelangen dem Tabellenfünften lediglich vier Siege, gegen den Zweiten hoffte man nun auf den Jackson-Effekt. Zunächst aber konnten die Eisbären etwas mehr Gestalten, Frederik Tiffels traf vor 14.022 Zuschauern im Nachsetzen zur Führung (19.).

Anschließend wurde das Tempo höher, die Intensität nahm zu und die Berliner schienen sich besser durchsetzen zu können. Ein Fehler in Überzahl führte jedoch zum Ausgleich durch Maximilian Daubner (37.). Yasin Ehliz erzielte in der immer hitzigeren Partie sogar das 1:2 (43.), das Ty Ronning aber egalisierte (49.). Doch nach torloser Verlängerung und Penaltyschießen, Chris DeSousa traf, war der Münchner Plan aufgegangen.

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