Eishockey

Eisbären-Sportdirektor Richer: „Wir beobachten den Markt“

Die Eisbären schauen, was sich auf der Torhüterposition anbietet. Noch will sich der Sportdirektor nicht festlegen, ob sie reagieren.

Stéphane Richer (l.), der Sportdirektor Eisbären, im Austausch mit Peter John Lee, dem Geschäftsführer.

Stéphane Richer (l.), der Sportdirektor Eisbären, im Austausch mit Peter John Lee, dem Geschäftsführer.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Ein weiteres Wochenende liegt hinter den Eisbären Berlin. Es stand im Zeichen der nordamerikanischen NHL, dem 1:3 beim Testspiel gegen die Chicago Blackhawks aus der besten Liga der Welt. Zuvor hatten die Eisbären in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein 1:4 gegen Mannheim hinnehmen müssen, sind damit immer noch ohne Punkt auswärts. In unserer neuen Rubrik wollen wir künftig das Berliner Wochenende in einem kurzen Interview noch einmal Revue passieren lassen. Diesmal, was direkt vor der Partie am Mittwoch in Iserlohn ist, erzählt Sportdirektor Stéphane Richer, was ihn bewegt hat.

Berliner Morgenpost: Herr Richer, nach der NHL ist vor Iserlohn, ist vor Augsburg und ist vor Straubing. Wie schmeckt die Rückkehr der Alltag?

Stéphane Richer: Es ist eine wichtige Woche für uns. Hoffentlich können wir auf der Leistung gegen Chicago aufbauen. Die Jungs haben richtig gekämpft, alles gegen. Das war gut für das Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir langsam anfangen, auswärts zu punkten. Mit der Heimleistung können wir bislang zufrieden sein. Aber wenn wir auswärts punkten wollen, müssen wir uns dort besser präsentieren.

Mit Luc Robitaille war der große Boss aus Los Angeles zum Spiel gegen Chicago hier. Was hat er dazu gesagt und wie bewertet er den Saisonstart der Eisbären?

Zum Spiel hat er gesagt, dass alle sehr begeistert waren bezüglich der Organisation, die NHL war sehr zufrieden. Die Chicago Blackhawks ebenso. Das spricht für die Eisbären, alle Mitarbeiter haben einen tollen Job gemacht. Es ist optimal gelaufen, die Stimmung war toll. Auch vom Spiel selbst war Luc begeistert. Mit dem Start in der DEL sind wir sicher nicht zufrieden, vier bis fünf Punkte fehlen wohl. Aber die Saison ist ein Marathon.

Welche Schlüsse wurden konkret gezogen, auch bezüglich des 1:4 zuvor in Mannheim. Was muss passieren?

Erst einmal müssen wir 60 Minuten gut spielen. Wenn du auswärts gewinnen willst, muss du konstant spielen. In Iserlohn und Augsburg zu spielen, ist immer schwer, dort ist immer gute Stimmung. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Mit einer Mannschaftsleistung wie gegen Chicago werden wir in der Tabelle nach oben kommen.

Ein wichtiger Aspekt in hitzigen Auswärtsspielen ist der Torwart. Trainer Serge Aubin hat nach dem Spiel gegen Chicago die Torhüter, vor allem Sebastian Dahm, gelobt. War seine Leistung noch mal eine Bestätigung seiner Verpflichtung?

Sebastian hat auch in der DEL schon sehr gut gehalten für uns.

Sehen Sie aufgrund der Verletzung von Marvin Cüpper dennoch die Notwendigkeit, etwas zu tun?

Im Moment sind wir dünn besetzt im Tor aufgrund der langfristigen Verletzung von Marvin. Unser dritter Mann ist ein DNL-Torwart. Wir sind zufrieden mit beiden Torhütern, mit Dahm und mit Maximilian Franzreb, aber wir müssen schauen, was kommt. Es ist kein Geheimnis, wir beobachten den Markt, ob wir reagieren, kann ich noch nicht sagen.

Wenn Sie reagieren, wonach würden Sie suchen, nach einer Nummer eins?

Wir haben immer gesagt, dass wir eine Konkurrenz haben wollen. Dahm hat seine Qualität gezeigt. Wenn wir jemanden holen, dann soll es jemand sein, der uns auch in der Breite besser macht.