DEL

Eisbären-Trainer Krupp ändert den Plan

Eigentlich sollte Ersatztorhüter Nastiuk auf der Auswärtsreise mal wieder ein Spiel bekommen, doch Stammkraft Vehanen ist einfach zu gut.

Torhüter Petri Vehanen behält die Übersicht

Torhüter Petri Vehanen behält die Übersicht

Foto: imago sportfotodienst / imago/Mario Stiehl

Berlin.  Constantin Braun fühlte sich an seine Jugend erinnert. „Wie mit 17“, überschrieb der Verteidiger des EHC Eisbären bei Twitter ein Foto von sich aus dem Spiel der Berliner bei den Krefeld Pinguinen am Sonntag. Es zeigt Braun (27) mit Gittermaske. Die trug er ausnahmsweise und nur zum Schutz seiner lädierten Nase, weil er in der Partie zwei Tage zuvor in Straubing einen Puck ins Gesicht bekommen hatte. Auf einen Unterschied machte er allerdings aufmerksam, „nur mit mehr Bart“, lautete der zweite Teil des Satzes.

Höchstwahrscheinlich wird Braun das Gitter noch einmal tragen müssen, die Erholungspausen für Spieler wie Nasen fallen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) um die Weihnachtszeit traditionell sehr kurz aus. Am Dienstag treten die Berliner bereits in Hamburg an (19.30 Uhr, laola1.tv). Es ist das vierte Auswärtsspiel in Folge für den EHC und das dritte, das sie während einer Reise ohne zwischenzeitliche Heimkehr absolvieren.

Dienstag bei den Hamburg Freezers

Für diese Phase trug sich EHC-Trainer Uwe Krupp mit einer Absicht. Ersatztorhüter Kevin Nastiuk sollte eine der drei Partien spielen. „Das ist der Plan“, so Krupp. Davon ist der Trainer nun wieder abgerückt. Stammkraft Petri Vehanen spielt einfach zu stark. Dank seiner Leistungen sind die Berliner in Straubing (7:4) an die Tabellenspitze geklettert und konnten die Führung in Krefeld (3:2) sogar ausbauen.

Mit Torhüterwechseln hatten die Eisbären in dieser Saison bislang auch kein Glück. Nur in zwei von 28 Spielen setzte Vehanen aus, beide gingen verloren, sogar ohne dass ein Treffer erzielt wurde. Einmal stand Marvin Cüpper im Tor beim 0:4 gegen Krefeld im November, einmal Nastiuk beim 0:3 in Hamburg im Oktober. Die Chance zur Revanche bekommt Nastiuk also nicht. „Bei uns war die Torhüterleistung heute wieder sehr stark“, sagte Krupp nach der Partie in Krefeld.

Vehanen, der 38 Jahre alte Finne, fand die Aufgabe gar nicht so schwer. „Viele Schüsse kamen gerade, das ist gut für mich“, so der Goalie, der in Hamburg beim Tabellenachten einem Kollegen gegenüberstehen wird, der in dieser Saison lediglich zwei Einsätze hatte. Bei den Freezers hütet Sebastien Caron nach überstandener Bandscheibenoperation erstmals wieder das Tor.