Eishockey

Wieder Penaltyschießen - Berliner verlieren gegen Köln

Die Eisbären haben im Kampf um einen Playoff-Platz einen bitteren Rückschlag hinnehmen müssen. Das zweite Duell gegen die Kölner Haie verloren die Berliner mit 2:3 nach Penaltyschießen.

Foto: dpa

Ein ungewöhnlicher Gast war am Freitag in der O2 World erschienen: eine Eisbärin, keine echte natürlich, sondern eine aus Stoff, namens Paula. Sie ist das Symbol der Umweltschutzorganisation Greenpeace und soll auf die bedrohte Existenz der Tiere in ihrem Lebensraum, der Arktis, hinweisen. Eingeladen wurde Paula von ihren Eishockey spielenden Kollegen des EHC Eisbären. Die fristen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gerade auch kein problemloses Dasein. Im Spiel gegen die Kölner Haie unterlagen die Berliner 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und stagnieren im unteren Mittelfeld.

Erst zwei Tage lag die jüngste Begegnung der Berliner mit den Rheinländern zurück. In Köln hatten sich die Haupstädter mit 4:3 nach Penaltyschießen durchgesetzt. Dort fehlte Stürmer Laurin Braun noch, nun aber war er nach überstandenem Schlüsselbeinbruch wieder zurück. Die Verletzungsproblematik der Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson hat sich damit so gut wie erledigt. Lediglich der an einer Bronchitis erkrankte Mark Bell wird noch zurück erwartet.

Braun nahm also Bells Position ein, doch bevor er das richtig tun konnte, hatte Verteidiger Jim Sharrow den zweiten Angriff der Eisbären nach 59 Sekunden schon zum 1:0 abgeschlossen. In der Folge entwickelte sich eine sehr intensive, teils von einer giftigen Atmosphäre geprägte Partie. Gefälliger spielten dabei die Eisbären, sie bewegten sich viel, zeigten gute Kombinationen, waren aber vor dem Tor meist glücklos. Ganz im Gegenteil zu den Haien, für die John Tripp ausglich, als der Puck von seinem Bein abgeprallte (17.).

Neben der Zweikampf-Intensität lag auch das Tempo im oberen Bereich, auch hier offenbarten die Eisbären Vorteile. Zählbares ergab sich allerdings erst in doppelter Überzahl, nachdem Antti Miettinen auf Frank Hördler gepasst und der hart abzogen hatte (34.). Die Führung war kurz darauf stark gefährdet, als Ryan Jones allein auf EHC-Torhüter Petri Vehanen zulief. Doch der zeigte sich souverän (36.). Köln gelang aber doch noch der erneute Ausgleich, der Schuss von Moritz Müller war zu platziert (47.).

Trotz vieler wütender Angriffe der Berliner ging das Duell erneut ins Penaltyschießen. Diesmal allerdings durch James Johnsons Treffern mit dem besseren Ende für die Haie. Guter Wille allein reicht halt nicht, weder bei Paula noch bei den Eisbären.