Die Eisbären in Ingolstadt, diese Paarung könnte in der kommenden Woche zum Dauerbrenner werden. Die Eisbären haben sich für das Pre-Play-off bereits am vergangenen Sonntag mit dem 6:1 gegen Augsburg qualifiziert. Gegen wen – Ingolstadt, Iserlohn oder München – sie jetzt aber in die Best-of-three-Serie starten, ob sie Heimrecht haben oder nicht, wird sich an diesem Freitag im 52. und letzten Spiel der Hauptrunde beim ERC Ingolstadt (19.30 Uhr) entscheiden.

Im Pre-Play-off werden zwischen den Mannschaften, die Tabellenplätze sieben bis zehn belegen, die letzten beiden Teilnehmer für das Viertelfinale ermittelt. Die Berliner liegen mit 77 Punkten hinter München (80) derzeit auf Rang acht, vor Ingolstadt (75) und Iserlohn (74).

Und das sind die Optionen: Das Team von Jeff Tomlinson bliebe auf Rang acht, wenn es beim ERC mindestens einen Punkt holt, hätte damit Heimrecht und würde am Montag in der O2 World gegen Ingolstadt oder Iserlohn starten.

Die Eisbären würden Neunte, wenn sie in der regulären Spielzeit in Ingolstadt verlieren und müssten dann am Sonntag zum ersten Spiel gleich wieder beim ERC antreten.

Bleiben die Eisbären am Freitag ohne Punkt und Iserlohn landet einen Dreier in Straubing, würden die Eisbären Zehnte und müssten am Sonntag auswärts in München antreten.

Play-off-Gefühl ist längst da

Nun ist bei einer Mannschaft, die acht der letzten neun Spiele gewann, nicht unbedingt damit zu rechnen, dass sie in Ingolstadt völlig ohne Punkt bleibt. „Wir spielen gut, wir haben Selbstvertrauen und wir wollen dort gewinnen“, sagt Tomlinson, dessen Team nach einigen längeren Durststrecken gerade noch rechtzeitig in Schwung gekommen ist. Manager Peter John Lee erklärt den Lauf der letzten Wochen damit, dass sich schon längst „das Play-off-Feeling“ breit gemacht hat.

Den Eisbären wird allerdings wie befürchtet Darin Olver fehlen. Beim 29-jährigen Mittelstürmer wurde am Donnerstag ein Innenbandteilabriss im Knie diagnostiziert. „Darin wird voraussichtlich sechs Wochen ausfallen“, sagt Mannschaftsarzt Dr. Jens Ziesche. Die Berliner müssen das Unternehmen Titelverteidigung also gänzlich ohne ihn angehen. Der nächste Rückschlag also, denn die Reihe mit ihm Barry Tallackson und Mark Bell hatte großen Anteil am Comeback der letzten Wochen.

„Wieder ein Schlag ins Gesicht, Aber davon haben wir in dieser Saison schon so viele verkraften müssen“, findet Tomlinson, der jetzt Florian Busch an die Seite von Tallackson und Bell stellen wird. An den Plänen, in Ingolstadt das Heimrecht für die erste Play-off-Runde klar zu machen, ändert der Ausfall Olvers allerdings nichts. „Zuhause vor unseren Fans zu spielen, wäre ein großer Vorteil, sportlich, aber auch finanziell“, sagt der Eisbären-Coach. Trotzdem ginge die Serie „dann wieder bei Null los“.