Eishockey

Siegesserie macht Berliner Eisbären wieder zum Angstgegner

Gelingt den Berliner Eishockeyspielern bei den Adlern in Mannheim der achte Erfolg im neunten Spiel, wäre das ein weiterer Schritt, sich das Heimrecht im Pre-Play-off zu sichern.

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Das Wort „Meister“ macht bei den Berliner Eisbären wieder die Runde. Heimlich und nicht unbedingt bei den Spielern und den Coaches. Die blicken natürlich nicht weiter in die Zukunft als bis zu der Partie am Dienstag bei den Adlern in Mannheim (19.30 Uhr). Aber der EHC hat sieben der letzten acht Spiele gewonnen und viele fühlen sich angesichts dieser Serie an die sieben Meisterschaften in den vergangenen neun Jahren erinnert.

Der Titelverteidiger ist gerade rechtzeitig zurück in der Erfolgsspur und könnte im Pre-Play-off und, wie viele hoffen, auch noch darüber hinaus zu einer Macht werden. Der Funke jedenfalls ist übergesprungen, Fans und Mannschaft waren beim 6:1 gegen Augsburg eine Einheit wie in besten Zeiten. Das war auch Gäste-Trainer Larry Mitchell nicht entgangen. Die Eisbären hätten „zur richtigen Zeit einen Lauf“, sagte der Coach. Im Play-off erwarte er von den Berlinern „sehr viel, denn sie haben Play-off-Erfahrung wie keine andere Mannschaft in Deutschland“.

Mit dieser Erfahrung soll nun aber erst mal zum Ende der Hauptrunde in Mannheim und Ingolstadt das Heimrecht für das Pre-Play-off erkämpft werden. Gelingt das, startet der EHC am Montag in der O2 World in die Best-of-three-Serie, in der sie sich für das Viertelfinale qualifizieren können. Auswärts würde die Serie bereits Sonntag starten.

„Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir bereit sind, egal, gegen wen es gehen wird. Wir haben zuletzt die Punkte geholt, die für uns sehr wichtig waren“, sagt Barry Tallackson. „Hartnäckig“ sei sein Team trotz aller Rückschläge gewesen. Jetzt das Heimrecht für die erste Serie zu holen, „wäre ein Riesenvorteil“. Er und sein Team seien gegen Augsburg durch die Fans beflügelt worden.

Ein Klub mit Titeln im Rücken

Dass die Fans jetzt wieder mehr Spaß an ihren Eisbären haben und hier und da von der achten Meisterschaft tuscheln, erklärt Tallackson damit, dass jetzt, auch nach der Rückkehr einiger Verletzter, „alle ihre Rollen kennen. Wir verlieren in der neutralen Zone viel seltener den Puck als noch zu Beginn der Saison und schießen öfter auf das gegnerische Tor“.

Ob die Konkurrenz ihn und sein Team wie in alten Zeiten wieder als Angstgegner sieht, weiß der US-Stürmer natürlich nicht. „Aber vielleicht sollten sie es“, schmunzelt er. „Wir sind ein Klub mit zahlreichen Titeln im Rücken und von uns wird erwartet, dass wir gewinnen. Aber wir respektieren auch unsere Gegner. Es gibt viele Teams in der Liga, die hart arbeiten.“ Eines davon sind sicherlich die Adler aus Mannheim.