Eishockey

Eisbären mit dem Matchball für das Minimalziel Pre-Play-off

In dieser Saison lief es für die Eisbären nicht so glatt wie sonst. Die Berliner liegen derzeit in der Tabelle auf Rang neun. Mit einem Sieg gegen Augsburg wären sie für das Pre-Play-off qualifiziert.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Sie sind der Serienmeister und waren es gewohnt, zum Ende der Hauptrunde die obersten Gefilde der Tabelle ins Visier zu nehmen. In dieser Saison aber ging es für die Berliner Eisbären vor allem darum, überhaupt dabei zu sein, wenn die Karten im Play-off neu gemischt werden. Und genau darum geht es noch immer, wenn die Augsburger Panther am Sonntag in der O2 World antreten (14.30 Uhr).

Nach sechs Siegen in den vergangenen sieben Spielen – am Freitag bezwangen die Eisbären Red Bull München mit 3:2 nach Penaltyschießen – kann die Mannschaft von Jeff Tomlinson gegen Augsburg Fakten schaffen. Sie liegt derzeit in der Tabelle auf Rang neun und kann mit einem Sieg die Teilnahme am Pre-Play-off klar machen, in dem die Teams der Tabellenplätze sieben bis zehn die letzten beiden Viertelfinalplätze ausspielen. „Sonntag ist bis jetzt das wichtigste Spiel des Jahres. Es gibt nichts anderes als einen Sieg“, gibt Florian Busch die Richtung vor. Ähnliches dürfte allerdings auch aus Kreisen der Augsburger zu hören sein, denn die liegen mit fünf Punkten Rückstand auf die Berliner genau auf dem elften Tabellenplatz, der den Beginn des Sommerurlaubs ab Freitag bedeuten würde. Sie würden mit einem Erfolg in Berlin zumindest die Chance auf einen Pre-Play-off-Platz wahren. Am Freitag verloren die Panther in eigener Halle erst nach Penaltyschießen mit 3:4 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 0:1) gegen die Kölner Haie. Ein Ergebnis, aus dem man schließen kann, dass sie auch in Berlin ihre Chance suchen werden, den vorzeitigen Urlaub abzuwenden und sich sich noch unter die ersten Zehn zu schieben.

Olver mit ansteigender Form

„Für Augsburg ist es die letzte Chance, sie werden sehr gefährlich sein", warnt deshalb auch Tomlinson. Mit dem Spiel seiner Mannschaft gegen gegen die Münchner, bei denen der ehemalige Eisbären-Trainer Pierre Pagé an der Bande das Sagen hat, war er nur bedingt zufrieden. „Wir haben gut angefangen, im letzten Drittel den Gegner aber etwas zu oft nur beobachtet“, fand der Eisbären-Coach. Darin Olver, der mit seinem Treffer zum 1:0 nach nur drei Minuten maßgeblich zu dem guten Start beigetragen hatte, gestand: „Wir haben es im letzten Drittel etwas schleifen lassen und leider noch ein spätes Tor zugelassen.“ Wie Busch will er die Ungewissheit, wie es mit ihm und seinem Team wohl weiter geht, endgültig aus der Welt zu schaffen. „Sonntag müssen wir den Play-off-Platz festmachen.“ Die Partie gegen München sei „eine Schlacht gewesen, schon ein echtes Play-off-Spiel und am Sonntag gegen Augsburg wird es sicherlich nicht anders sein“.

Olver ist mit zwölf Toren und 23 Vorlagen hinter T.J. Mulock (14 und 29) der zweitbeste Scorer im Team und scheint jetzt, da die heiße Saisonphase naht, wieder zu alter Form zu finden. „Mich hat überrascht, dass er sich durch die Zeit durchgekämpft hat, in der er keine Tor erzielte“, erzählt Tomlinson. Er hat dann Drecksarbeit gemacht, irgendwann lief es besser für ihn und er hat uns mit nach oben geführt. Er ist einer der wichtigen Spieler für uns.“