Der EHC Eisbären ist schlecht in die Saison gestartet, vor dem nächsten Spiel gegen den ebenfalls kriselnden Anschutz-Bruderklub Hamburg Freezers am Freitag (19.30 Uhr, O2 World) steht der Titelverteidiger auf dem letzten Tabellenplatz.
Noch verfallen die Verantwortlichen nicht in Panik und versuchen eine Trainerdiskussion zu vermeiden. In naher Zukunft ist es mit so viel Langmut angesichts einer drohenden verkorksten Saison womöglich vorbei, denn die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) will den Auf- und Abstieg wieder einführen.
In einer Diskussionsrunde von Klubmanagern in Leverkusen definierte der neue Geschäftsführer der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG), Detlef Kornett, das als Ziel. „Eine sportliche Verzahnung zwischen der DEL und der DEL II innerhalb der nächsten drei Jahre ist das Ziel“, sagte Kornett, früher mal selber Chef der Eisbären und der Anschutz Europa-Abteilung. In drei Jahren würde die Hälfte der Vereine aus der DEL II unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten in der Lage sein, in der DEL zu spielen.
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sagte zu den Plänen: „Sinn und Zweck der 2. Liga war in der Vergangenheit ausschließlich raufzukommen. Jetzt geht es aber auch darum, sich als Standort zu etablieren.“
Es brauche laut Tripcke „mehr Teams, die es schaffen können“, sich in der DEL zu behaupten. Und Eishockey-Verbandschef Uwe Harnos forderte: „Die Klubs der zweiten Liga müssen sich professionalisieren, der Nachwuchs muss sich entwickeln können.“
BM




