Eishockey

Kurz vor dem Play-off schwächeln die Favoriten

Meister Eisbären zeigt keine überzeugende Saison. Eine Titelverteidigung scheint schwierig. Den Berlinern droht sogar ein Sturz auf den sechsten Platz. Einzige Hoffnung: Auch die Konkurrenz schwächelt.

Foto: Michael Will / Bongarts/Getty Images

Irgendwie gibt die Tabelle der Deutschen Eishockey Liga nicht all zu viel für Prognosen her. Was erstaunlich ist, denn die DEL trennt nur noch ein Spieltag vom Play-off-Start. Man sollte meinen, die Favoriten näherten sich so langsam ihrer Topform. Der 51. und vorletzte Spieltag zeigte aber das Gegenteil: Tabellenführer Adler Mannheim verlor 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) bei den Nürnberg Ice Tigers.

Köln blamiert sich bei der DEG

Verfolger Kölner Haie rutschte im rheinischen Derby beim Schlusslicht Düsseldorfer EG mit 2:6 (1:2, 0:2, 1:2) aus. Die Berliner Eisbären schlossen sich dem Trend an und kassierten beim EHC München eine 1:3-Niederlage. Zweifacher Torschütze bei den Gastgebern war übrigens der ehemalige Stürmer der Berlin Capitals, Klaus Kathan.

Nach der Pleite muss das Team von Don Jackson weiter um Rang vier fürchten, der im Play-off zuerst Heimrecht garantieren würde. Zum Abschluss der Hauptrunde benötigen die Eisbären einen Sieg, um diesen Vorteil nicht noch im letzten Moment zu verspielen. Gewinnen die viertplatzierten Berliner (derzeit 85 Punkte) am Sonntag bei den Straubing Tigers und würden gleichzeitig die Krefeld Pinguine (86) gegen die Hannover Scorpions unterliegen, könnte der Serien-Meister der vergangenen Jahre sogar noch auch den dritten Platz vorrücken.

Den Berlinern droht ein Sturz auf den sechsten Platz

Bei einer Niederlage in Niederbayern und zeitgleichen Siegen der Konkurrenz aus Ingolstadt (84) und Hamburg (82) droht den Berliner im schlimmsten Fall aber auch noch der Sturz auf den sechsten Rang. Das Team wollte nach den schwachen Leistungen gegen die Nürnberg Ice Tigers (2:5) und den Münchenern vor dem „Endspiel“ etwas den Kopf freibekommen. Deshalb besuchten die Spieler am Sonnabend zusammen das Fußballbundesligaspiel des FC Bayern gegen Fortuna Düsseldorf. Vielleicht auch, um ein wenig „Mia-san-mia“-Gefühl zu tanken.