Stefan Ustorf hat seine Kollegen vom Eishockey-Meister Eisbären Berlin trotz des riesigen Vorsprungs in der DEL zur Konzentration in den letzten Vorrundenspielen aufgerufen. Der als Hauptrundensieger längst feststehende Titelverteidiger hatte am Dienstagabend mit 2:1 beim ERC Ingolstadt seinen vierten Sieg in Folge gefeiert und liegt stolze 25 Zähler vor dem Tabellen-Zweiten EHC Wolfsburg.

„Es ist doch egal, mit wie vielen Punkten Vorsprung wir die Vorrunde gewinnen. Wenn wir dann in der ersten Runde ausscheiden sollten, haben wir eine schlechte Saison gespielt“, sagte Ustorf. Deshalb sei es auch in den verbleibenden, zumindest aus statistischer Sicht unbedeutenden Spielen wichtig, „kein Halligalli auf dem Eis zu machen, um später in den Playoffs voll da zu sein“. Der ehemalige Nationalmannschafts-Kapitän wies darauf hin, „wie schwer es dann sein wird, den berühmten Schalter noch mal umzulegen, wenn es darauf ankommt.“

Das Playoff-Viertelfinale beginnt am 30. März. Letzte Gegner in der Vorrunde sind am Freitag die Krefeld Pinguine und am Sonntag die Straubing Tigers. Die Bayern können die Playoffs nicht mehr erreichen. Ex-Meister Krefeld spielt in Berlin um seine letzte Chance.

Die Dominanz der Eisbären ist umso bemerkenswerter, weil mit Derrick Walser, Sven Felski, Florian Busch und Steve Walker seit einiger Zeit vier wichtige Spieler fehlen. Zudem konnte Olympia-Teilnehmer Travis James Mulock aufgrund von Oberschenkel-Problemen nicht gegen Ingolstadt auf dem Eis stehen.

dpa/jw