Volleyball

BR Volleys machen Schlappe vom Bodensee wett

Den BR Volleys ist ein erfolgreicher Abschluss der Bundesliga-Hinrunde gelungen. Beim bisherigen Angstgegner SWD powervolleys Düren gewann der deutsche Meister am Sonntag souverän mit 3:0.

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Mark Lebedew ist nie erstaunt, wenn seine Mannschaft gut spielt. Deshalb wollte er auch jetzt nichts von einer positiven Überraschung hören. „Dafür arbeiten wir schließlich die ganze Zeit“, sagte der australische Coach der BR Volleys. Und so lobte er zwar seine Spieler nach dem 3:0 (25:15, 25:21, 25:23) im Spitzenduell der Bundesliga bei den Powervolleys Düren zum Abschluss der Hinrunde: „Das war sehr solide heute.“ Viel mehr aber auch nicht. Die Berliner bleiben durch den klaren Erfolg punkt- und satzgleich mit dem VfB Friedrichshafen Spitzenreiter.

Drei Tage zuvor hatte Lebedew mit seinem Team im Pokal-Viertelfinale am Bodensee sang- und klanglos 0:3 verloren. Das zumindest gibt er zu: „Ich hätte eine bessere Leistung erwartet.“ Da war er schon negativ überrascht, wie schwach sich seine Mannschaft präsentierte. Immer noch ohne Kontinuität mitten in der Saison, immer noch große Aufs und Abs bei einzelnen Akteuren.

Kühner nutzt das Vertrauen

In Düren, wo die BR Volleys vergangene Saison 1:3 verloren hatten, setzte Lebedew vor 1635 Zuschauern auf den WM-Dritten Sebastian Kühner als Zuspieler. Er vertraute den Mittelblockern Rob Bontje und Tomas Kmet. Als Außen- und Diagonalangreifer kamen Robert Kromm, Paul Carroll und Scott Touzinsky zum Einsatz. Sie alle spielten durch. Nur auf der Liberoposition wurde zuweilen Martin Krystof für Eric Shoji eingewechselt. Der Tscheche machte das gut. „Martin hat in wichtigen Phasen sehr gute Abwehraktionen gezeigt“, sagte sein Trainer, „dadurch kamen wir zu entscheidenden Punkten.“ Nach 73 Minuten verwandelte Bontje den zweiten Matchball zum Sieg.

Aber Lebedew hofft vor allem, jetzt endlich seine Stammformation gefunden zu haben. Nach dem Aus im Pokal stehen die Verteidigung des Meistertitels, aber auch das Weiterkommen in der Champions League im Mittelpunkt. Im letzten Spiel dieses Jahres empfangen die Volleys am Donnerstag (19.30 Uhr/Schmeling-Halle) den polnischen Vizemeister Asseco Resovia Rzeszow. Beim Hinspiel in Polen hatte der Leistungspegel der Berliner überraschend hoch nach oben ausgeschlagen. Den souveränen Auftritt und den daraus resultierenden 3:0-Sieg hatte niemand erwartet.

Das Rückspiel wird dadurch eher noch schwerer. Weil aber die Spieler in Düren „die richtige Antwort“, so Lebedew, auf die Pleite in Friedrichshafen gegeben haben, will er keine großen Änderungen in seiner Aufstellung vornehmen. „In diesem Moment ist es wichtig, dass wir unseren Rhythmus finden“, betont der Australier. Schließlich will er am Donnerstag keine unangenehme Überraschung erleben.