Volleyball

Nach großem Kampf unterliegen die BR Volleys in Budva

Das Berliner Volleyball-Team kommt in der Champions League nach zwei verlorenen Sätzen noch einmal stark zurück, verliert aber im Tiebreak. Robert Kromm bester Punktesammler mit 18 Zählern.

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Die Zuschauer in der Halle jubelten, die Spieler von Budvanska Rivijera Budva tanzten auf dem Parkett – und die Volleyballer der BR Volleys schlichen bedient vom Feld. Im zweiten Spiel der Champions League unterlagen die Berliner nach großem Kampf beim montenegrinischen Meister mit 2:3 (22:25, 30:32, 25:16, 25:22, 12:15). „Wir müssen in Budva gewinnen, damit wir eine gute Ausgangsposition haben“, hatte Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand vorher erklärt. Mit einem Sieg wurde es zwar nichts, aber zumindest konnten die Berliner verdientermaßen einen Punkt für ihre zwei gewonnenen Sätze mitnehmen. Ein Zähler, der im Kampf ums Weiterkommen (die beiden Besten der Vierergruppe erreichen die nächste Runde) noch sehr wichtig sein kann.

Die Berliner belegen mit vier Punkten hinter Tabellenführer Asseco Resovia Rzeszow (6) aus Polen Platz zwei. Das Auftaktmatch in der europäischen Eliteliga hatten die Volleys in eigener Halle mit 3:1 gegen den slowenischen Meister Ljubljana gewonnen. Für die Berliner war Robert Kromm mit 18 Punkten am erfolgreichsten. Dem Außenangreifer folgten Felix Fischer, Paul Carroll und Tomas Kmet mit jeweils zwölf Zählern.

Für die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew sah es nach einem 0:2-Satzrückstand gar nicht gut aus. Aber die Moral war nicht gebrochen. Dabei hatten die Volleys im zweiten Durchgang selbst fünf Satzbälle gehabt, bevor die Gastgeber ihrerseits mit Satzball Nummer sechs den Satzgewinn schafften. Die Berliner kamen stark zurück. Jetzt stand der Block besser. Budvas überragender Mann, der US-Amerikaner Gerardo Cala (27 Punkte), kam nicht mehr so zum Zug wie vorher.

Nach dem Satzausgleich schienen die Berliner im Tiebreak eigentlich in der besseren Position zu sein, doch sie mussten von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen. In der Endphase unterliefen Kromm und Kawika Shoji zwei Aufgabefehler, zudem gab es eine sehr umstrittene Entscheidung gegen Berlin. Nach genau zwei Stunden Spielzeit verwandelten die Gastgeber den ersten Matchball.