Die extragroße Portion Spaghetti mit fruchtiger Tomatensoße hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Mit einer gehörigen Ladung Energie, dank der kohlenhydrathaltigen Kost, gingen die Spieler der BR Volleys am Mittwoch in das Achtelfinale um den deutschen Volleyball-Pokal gegen den CV Mitteldeutschland.

Und die Gastgeber hatten in der Jahrhunderthalle zu Spergau gegen die übermächtigen Berliner nicht den Hauch einer Chance. Mit einem klaren 3:0 (25:20, 25:15, 25:18) fegte der Deutsche Meister den Liga-Konkurrenten regelrecht vom Platz.

„Die Berliner waren eine Nummer zu groß für meine Mannschaft. Wir konnten phasenweise mithalten, hatten aber nicht das Potenzial, um den Gegner zu gefährden“, erklärte CVM-Trainer Ulf Quell, dessen Team dem Druck der Berliner nicht gewachsen war. Den größten Anteil am Erfolg der BR Volleys hatte Paul Carroll.

Viertelfinale wird am 27. November 2013 ausgetragen

Die Berliner hatten doppelten Grund zum Jubeln. Nach dem Sieg in nur 71 Minuten zog Bundesspielwart Frank Elsner in Spergau die BR Volleys als erstes aus dem Lostopf für das Viertelfinale. Schon fünf Jahre ist es her, dass die Berliner ihr letztes Pokalheimspiel hatten. Doch ihr Traum, vor heimischen Publikum ins Halbfinale einzuziehen, könnte noch platzen: Sie müssen die Partie zwischen dem TSV Herrsching und der VSG Coburg/Grub am Donnerstag abwarten. Gewinnt Zweitligist Herrsching sein Achtelfinale, wechselt das Heimrecht an den TSV. Das Viertelfinale wird am 27. November 2013 ausgetragen.

Für die Berliner bleibt aber der Traum bestehen, am Ende der Saison die begehrte Pokal-Trophäe in den Händen zu halten. Seit acht Jahren findet das Pokal-Finale im Gerry-Weber-Stadion von Halle/Westfalen regelmäßig ohne Beteiligung der BR Volleys statt. „Bis zum Finale muss man einen weiten Weg gehen. Im Pokal wird einem nichts geschenkt, deswegen ist es wichtig, von Spiel zu Spiel zu schauen“, sagt Berlins Coach Mark Lebedew. Das Finale verfolgen in Halle/Westfalen jedes Jahr rund 10.000 Zuschauer.

BM