In drei Tagen steigt in der Schmeling-Halle das interessanteste Volleyball-Spiel dieser Saison, wenn Champions-League-Sieger Zenit Kasan bei den BR Volleys antritt. Der Deutsche Meister am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen sechs Olympiasieger – mehr geht nicht. Auf dem Weg dorthin hat die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew allerdings noch eine andere Aufgabe zu erledigen. Am Sonntag tritt der verlustpunktfreie Tabellenführer in der Bundesliga beim Moerser SC an. Eine Gelegenheit, sich warmzuspielen?
Von wegen, meint Nationalspieler Felix Fischer. „Jeder von uns weiß, dass das nicht einfach wird“, sagt er, „deswegen haben wir vorerst nur Moers im Kopf.“ Das Hinspiel wurde zwar glatt 3:0 gewonnen, aber in der vergangenen Saison setzte es gegen die Westdeutschen zwei Niederlagen. „Moers hat seine Stärke schon bewiesen“, lobt Lebedew den Gegner, der sich immerhin für das Pokalfinale qualifiziert hat. Die Berliner wollen angesichts großer internationaler Herausforderungen nicht unkonzentriert ihre prächtige Ausgangsposition im nationalen Wettbewerb aufs Spiel setzen. „Ohne Niederlage ins Play-off um die Deutsche Meisterschaft zu gehen – das gab es noch nicht oft“, sagt Fischer, „das ist für uns ein schönes Etappenziel.“ Und eines, das vermutlich etwas leichter zu erreichen ist als die nächste Runde in der Champions League.
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