Boxen

Abraham verspricht einen echten K.o. gegen Engländer Smith

Der Revanchekampf zwischen dem Weltmeister und seinem Herausforderer findet am 21. Februar in Berlin statt. Danach soll es das lange erwartete Duell mit Ex-Mittelgewichts-Champion Sturm geben.

Foto: Tim Brakemeier / dpa/Brakemeier

Die mit einem leichten Aufforderungscharakter versehene Frage, wann der geneigte Boxfan mal wieder einen K.o.-Sieg von Arthur Abraham sehen würde, beantwortete er eindeutig: „Am 21. Februar 2015!“ Damit setzte sich der Berliner Profi mit Blick auf seine Titelverteidigung an besagtem Datum gegen den Briten Paul Smith selbst unter Druck. Doch Abraham plant für den Tag nach seinem 35. Geburtstag in der O2 World einen eindrucksvollen Auftritt. Immerhin: Sein letzter klassischer K.o.-Erfolg datiert vom 14. Januar 2012, als er in Offenburg in Runde fünf die Bemühungen des Argentiniers Pablo Farias beendet hatte.

Der Supermittelgewichtler ist ein wenig genervt von der Tatsache, dass sein hoher Punktsieg gegen den Konkurrenten aus Liverpool – erkämpft am 27. September 2014 in Kiel – vom Weltverband World Boxing Organization im Prinzip kassiert wurde. Auf der WBO-Convention (Vollversammlung) im vergangenen Oktober in Las Vegas wurde ein Rematch sanktioniert.

Gelassener Herausforderer

Und um die Ankündigung in ihrer Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, hielt der „Lieblingsboxer“ von Trainer Ulli Wegner („Weil er so leicht zu führen ist“) noch ein weiteres Versprechen für den Kumpel von Fußball-Star Wayne Rooney bereit. „Paul fand das Urteil also zu hoch, sah sich als Sieger. Dann wird er diesmal Schlimmeres bekommen.“

Herausforderer Smith, mit 32 drei Jahre jünger als der Champion, hörte aufmerksam zu – und bleibt die erwartete vollmundige Entgegnung schuldig. „Punkturteile sind immer Ansichtssache. Ich habe mich vorn gesehen, die Punktrichter nicht. Ich freue mich auf die zweite Chance und werde sie nutzen.“

3000 Engländer werden erwartet

Dabei setzt der Mann aus Liverpool auch auf eine starke britische Fraktion unter den Zuschauern. Im September in Kiel verhinderte angeblich das Premier-League-Derby Liverpool–Everton eine größere Anzahl von Schlachtenbummlern. Für seine Revanche in Berlin rechnet Smith mit der Unterstützung von 3000 Landsleuten.

So klar wie bei der K.o.-Frage stillte Abraham auch den Wissensdurst nach dem Gegner, den er am liebsten vor die Fäuste bekommen würde: „Felix Sturm!“

Ein Wunsch, den ihm Manager Kalle Sauerland gern und so schnell wie möglich erfüllen will. „Wir starten mit Abraham/Smith ins neue Jahr und in unsere neue TV-Partnerschaft mit Sat.1. Wir müssen und werden auf Qualität setzen. Arthur gegen Felix machen wir sofort. Es sei denn, es gibt von der WBO Einsprüche mit Blick auf die anstehende Pflichtverteidigung gegen Robert Stieglitz“, sagte der 36-Jährige.