IAAF

Robert Harting fordert Rücktritt des Leichtathletik-Chefs

Der 80 Jahre alte Senegalese Diack führt seit 1999 den Internationalen Leichtathletik-Verband an. Damit 2014 ein gutes Jahr wird, müsse er den Posten räumen, sagt der Berliner Diskuswerfer Harting.

Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts/Getty Images

Diskus-Olympiasieger und „Sportler des Jahres“ Robert Harting hat zum Jahresauftakt 2014 gleich mal wieder Funktionärsschelte betrieben. „Damit 2014 ein gutes Jahr wäre, müsste Lamine Diack seinen Posten räumen, die Leichtathletik müsste auch begreifen, dass sie sich medial ändern muss“, sagte der dreifache Weltmeister aus Berlin auf der Internetseite leichtathletik.de. Der 80 Jahre alte Senegalese Diack führt seit 1999 den Internationalen Leichtathletik-Verband IAAF an.

Harting hat im vergangenen Jahr mit der Deutschen Sportlotterie ein alternatives Sportförderkonzept ins Leben gerufen. Der 29-Jährige gilt als kritischer Geist in der Sportszene und hat sich in der Vergangenheit mehrfach mit Thomas Bach angelegt, dem früheren Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und neuem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Er kümmere sich nicht genug um die Belange der Sportler, hatte der Berliner Bach vorgeworfen.

„Viele Leute müssten ihren Posten räumen und junge, dynamische Denker ans Werk lassen, die gleichermaßen das Talent haben, keinen Schaden anzurichten“, sagte Robert Harting im Interview. Weitere Forderung: Der Übertragungsstil im Fernsehen in der olympischen Kernsportart müsse fundamental neu durchdacht werden.

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