Der FC Energie sieht im Berlin-Brandenburger Derby am Sonntag (13.30 Uhr, HIER im Liveticker der Berliner Morgenpost) bei Hertha BSC noch einmal eine Herausforderung. „Wir werden offen spielen und nicht nur das Beiwerk zur Hertha-Aufstiegsfete sein“, erklärte der Cottbuser Trainer Rudi Bommer vor dem letzten Saisonspiel der 2. Fußball-Bundesliga.
„Meine Spieler sind heiß auf das Derby und freuen sich darauf, vor einer tollen Kulisse zu spielen“, ergänzte Bommer. Mit 47 Punkten steht der Lausitzer Club in der Tabelle auf Rang sechs und hat zuletzt mit zwei Siegen und einem Remis zurück zu guter Form gefunden. Die Chance auf Relegationsrang drei hatte der FC Energie zuvor schon vergeben.
Bommer sieht alle Voraussetzungen für einen unterhaltsamen Saisonabschluss am Pfingstsonntag vor erhofften 70.000 Fans im Olympiastadion gegeben: „Hertha hat eine Riesensaison gespielt und wir wollen Tabellenplatz sechs festhalten. Michael Schulze wird auf die Rechtsverteidigerposition zurückkehren. Julian Börner gehört nach abgelaufener Rotsperre wieder zum Kader.
Hertha-Coach Luhukay bleibt bis 2016 in Berlin
Aufstiegstrainer Jos Luhukay steht derweil unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung bei Hertha BSC. „Ich habe noch nichts unterschrieben, aber ich stehe einer Verlängerung sehr positiv gegenüber“, sagte der Niederländer auf der Pressekonferenz am Freitag.
Der Coach bestätigte für das vorerst letzte Zweitligaspiel gegen Energie Cottbus das Comeback von Peter Niemeyer. „Er wird definitiv zum Einsatz kommen“, sagte er. Somit wird der Mannschaftskapitän, der aufgrund einer Gehirnerschütterung über fünf Wochen pausieren musste, nach der Partie die „Meisterfelge“ in Empfang nehmen.
Auch Topscorer Ronny und Peter Pekarik werden nach abgesessener Gelb-Sperre voraussichtlich in die Startelf zurückkehren und könnten somit Geschichte schreiben.
Die Berliner benötigen nur noch einen Zähler, um einen neuen Punkte-Rekord in der 2. Liga aufzustellen.
Kein neuer Vertrag für Amateurcoach Heine
Der langjährige Hertha-Trainer Karsten Heine bekommt jedoch beim Berliner Erstliga-Aufsteiger keinen neuen Vertrag mehr. Das teilte der Klub am Freitag mit.
Der 58-jährige Heine hatte insgesamt 14 Jahre lang verschiedene Hertha-Teams trainiert. Er war Co- und Cheftrainer bei den Profis, sprang auch mehrfach als Interimscoach im Lizenzspielerbereich ein.
Bis zum Ende dieser Saison betreute er die U-23-Mannschaft in der Regionalliga. „Wir wollen mit unserer Neuorientierung unseren jungen, talentierten Nachwuchstrainern den Weg nach oben öffnen“, begründete Hertha Heines Abschied.
Untrennbar verbunden ist der Name Karsten Heine mit dem Einzug der Hertha-Amateure in das DFB-Pokalfinale 1993 gegen Bayer Leverkusen (0:1). „Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen, da sich Karsten Heine in all den Jahren – im Amateurbereich wie auch bei den Profis – ohne Frage viel Reputation in unserem Club erarbeitet hat“, sagte Manager Michael Preetz.
Bei Energie dreht sich personell alles schon um die kommende Saison
Am Freitag tauchte beim Energie-Training ein neues Gesicht auf. Der 19-jährige Schwede Amin Affane ist offensiver Mittelfeldspieler und steht in Diensten des FC Chelsea, für den er bei der U21 zum Einsatz kam. Vorher hat er schon bei RC Kerkrade in den Niederlanden gespielt. „Wir wollten uns einen Eindruck verschaffen. Und der war positiv. Alles Weitere wird man sehen“, sagte Energie-Sportdirektor Christian Beeck dazu.
Die Personalie Konstantin Engel hat sich für Energie erledigt. „Unsere Vorstellungen lagen zu weit auseinander“, erklärte Beeck. In Sachen Dennis Sörensen soll nach dem Hertha-Spiel eine Entscheidung fallen, ob der Däne in Cottbus bleibt oder geht.
dpa/sei


