Am Mittwoch hat der Kicker eine 77 Spieler umfassende Liste mit aktuellen und möglicherweise künftigen deutschen Nationalspielern veröffentlicht und die Profis einem Formcheck unterzogen. Das Magazin versuchte, alle Spieler zu berücksichtigen, die beim Neustart der DFB-Auswahl unter Jürgen Klopp dabei sein könnten.

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Dass der neue Bundestrainer mit Mika Baur, Bambasé Conté und Yannik Engelhardt am Ende sogar drei Profis in seinen 44 Spieler umfassenden Kader berief, die es nicht einmal auf die 77er-Liste des Kickers geschafft hatten, demonstrierte mit Nachdruck, dass Klopp im deutschen Fußball tatsächlich jeden Stein umdrehen würde, wie er es bei seinem Antritt gesagt hatte.
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Klopps Umbruch erinnert an Klinsmann und Löw
Der radikale Umbruch, den Klopp mit seiner historischen Kadernominierung eingeleitet hat, erinnert ein wenig an den Neustart der Nationalmannschaft 2004 unter Jürgen Klinsmann und Joachim Löw. Dieser bescherte Deutschland 2006 das Sommermärchen und mündete nach zehn Jahren schließlich im WM-Titel 2014.
Klopp sendet mit seinen Maßnahmen wichtige Signale: Wer alles gibt, kann es in die Nationalmannschaft schaffen. Mit seinem gesellschaftlichen Weckruf („Ich würde uns gerne die Fahne zurückholen. Ich will den Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen“) hat der neue Bundestrainer gleichzeitig die richtigen Worte gewählt, um ein gespaltenes Land aufzurütteln.
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Die Manöver des Bundestrainers sind klug gewählt: Bei den deutschen Fans lösen neue Namen Neugier und Vorfreude aus. Gleichzeitig hält Klopp die Erwartungshaltung zunächst gering. Er verschafft sich somit die nötige Zeit, um in Ruhe eine neue Mannschaft zu entwickeln, mit der er künftig wieder ernsthaft um Titel mitspielen kann. Dass ihm das gelingen kann, hat er in Dortmund und Liverpool eindrucksvoll unter Beweis gestellt – auch wenn die jeweiligen Entwicklungen mehrere Jahre dauern sollten.








