Das peinliche Aus gegen Paraguay war schon seit einer Dreiviertelstunde besiegelt, da stellte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann im ZDF-Interview der Öffentlichkeit. Von einem Rücktritt wollte er trotz der Schmach bei der Weltmeisterschaft nichts wissen. Der gebürtige Landsberger hat noch einen Vertrag bis zur Fußball-Europameisterschaft 2028. „Ich stehe zur Verfügung, wenn der DFB das nicht möchte, muss er es sagen“, sagte Nagelsmann. „Ich bin kein Mensch, der wegläuft.“

Donnerstag

Eiszeit – der Eisbären-Newsletter

Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der 38-Jährige regte sich in seiner Analyse auch über das aberkannte Tor in der Verlängerung auf. Jonathan Tah hatte zum vermeintlichen 2:1 eingeköpft. Schiedsrichter Jalal Jayed wertete den Zweikampf zwischen Waldemar Anton und Paraguays Torwart Orlando Gill als regelwidrig.  „Ich sehe es gerade noch mal, das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal, das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel“, motzte der aufgebrachte Bundestrainer.

Nagelsmann übt auch Kritik: „Konsequent verteidigen“

Er übte auch Kritik am eigenen Team. „Leider ist es im Fußball so, dass manche Mannschaften mit einfachen Mitteln gewinnen können, und du musst einfach diese einfachen Mittel in jeder Situation konsequent verteidigen, und wenn du das nicht machst, kann eine Mannschaft in Führung gehen mit einer Aktion in der ersten Hälfte“, sagte Nagelsmann.

Zwar gelang Deutschland der Ausgleich durch Kai Havertz, doch das reichte nicht zum Weiterkommen. Nagelsmann sagte, dass ihm der Spielvortrag zu langsam gewesen sei. Als ZDF-Mitarbeiterin Lili Engels nachbohrte, reagierte der Interviewpartner gewohnt dünnhäutig: „Der Spielvortrag war zu langsam, das hab ich doch jetzt schon dreimal gesagt.“

Keine Gedanken zur Abreise verschwendet

Im Gespräch mit der Reporterin ging es auch um die Planung der kommenden Stunden. Nagelsmann gab zu, dass er nicht wisse, wie es weitergeht. „Ich glaub, keine Mannschaft plant vor dem K.o.-Spiel die Abreise, das läuft vielleicht im Hintergrund, aber der Trainer macht jetzt schon andere Dinge, als die Abreise zu planen“, sagte der Bundestrainer.