Die Ziele rücken näher. Zwar fehlt noch ein gutes Stück, doch die nächsten Schritte sind getan. Das Steffi-Graf-Stadion etwa wächst. Anders als avisiert, aber die Anzahl der Plätze steigt. Wenn die Weltspitze des Frauentennis auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß aufschlägt, können so viele Besucher wie lange nicht die Matches verfolgen. „Das ist für uns ein Testlauf. Für die Zukunft haben wir richtig viel vor und wollen irgendwann die Tribünen rausfahren“, sagt Turnierdirektor Markus Zoecke knapp vier Wochen vor dem Start (13. bis 21. Juni).

Donnerstag

Eiszeit – der Eisbären-Newsletter

Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Gedankenspiele bezüglich des Stadions am Hundekehlesee ergaben sich bereits im Vorjahr. Die Entwicklung des Turniers über die vergangenen Ausgaben sorgte für großen Andrang. Die letzten vier Turniertage waren 2025 ausverkauft. Deshalb wird nun eine temporäre Zusatztribüne im Stadion installiert. „Wir schaffen über 400 Sitzplätze mehr“, erzählt Zoecke, der mit der Erweiterung ein Signal setzen will. In Richtung der Berliner Olympiabewerbung, bezüglich der sportlichen Möglichkeiten in der Hauptstadt.

Berliner Tennisturnier setzt neue Standards

Die lägen im Steffi-Graf-Stadion sogar noch höher. Denn es verfügt über selbsttätig ausfahrbare Tribünen. Doch die lange nicht genutzte Technik bleibt vorerst eine Option für weiteres Wachstum. Mit dem bisherigen sind die Veranstalter sehr zufrieden. Zwei große Partner wurden in den vergangenen Monaten gefunden, darunter ein Namenssponsor für das größte deutsche WTA-Turnier. „Das ist für uns im Sinne der Planungssicherheit sehr wichtig“, sagt Vejko Curic, Mitbegründer von Ausrichter Perfect Match.

Auch interessant

Für seine Agentur ist es die zweite Auflage in Berlin. Die Premiere im Vorjahr machte den Organisatoren viel Mut für weitere Vorhaben. Man wolle die Veranstaltung „als eines der besten Turniere der WTA-Tour etablieren“, so Curic. Dafür wurde zunächst der öffentliche Bereich mit allerhand Angeboten für die Besucher deutlich erweitert. Erstmals seit der Wiederbelebung des Turniers 2021 belegt das Event die gesamte Anlage des LTTC. Reservierte Tennisplätze für Mitglieder gibt es dann vorübergehend nicht.

Berliner Turnier lobt ein Rekordpreisgeld aus

Zu den nächsten Schritten gehört ebenso eine Verbesserung der Einlasssituation durch einen zweiten Eingang. Sportlich verspricht das Rasenturnier an der Hundekehle wieder beste Unterhaltung. Von den Top Ten der Welt haben neun Spielerinnen gemeldet. „Hier entstehen Erstrunden-Matches, die sonst in der zweiten Woche von Wimbledon stattfinden“, sagt Zoecke. Viele der Spitzenathletinnen kommen nach Berlin, um sich auf Wimbledon vorzubereiten.

Daneben geht es um 500 Weltranglistenpunkte bei dem mit dem Rekordpreisgeld von 1,2 Millionen Dollar dotierten Event. Das kann bei entsprechenden Ergebnissen bei den French Open sogar zu einem Kampf um Weltranglistenplatz eins zwischen Aryna Sabalenka (Weißrussland/Nr. 1) und Elena Rybakina (Kasachstan/Nr. 2) führen. Davon weit entfernt ist Eva Lys. Die 24-jährige Hamburgerin, Nummer 81 der Welt, erhält eine Wildcard. Obwohl Laura Siegemund (Nr. 46) und Tatjana Maria (Nr. 52), beide 38 Jahre alt, deutlich besser platziert sind. „Wir wollen nicht nur mit dem Turnier in die Zukunft schauen, sondern auch mit den Spielerinnen“, so Zoecke.