Als charmant und wortgewandt ist Andrea Petkovic allgemein bekannt. Und diese Eigenschaften sind es auch, die die ehemalige Tennisspielerin jetzt einbringen soll. Früher fiel das in den Arbeitsbereich einer Turnier-Botschafterin, doch Petkovic wird bei den Berlin Tennis Open ab sofort als Director of Excitement geführt. Mit der Hauptaufgabe, eine neue Begeisterung zu erzeugen für das Frauenturnier auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß.

Donnerstag
Eiszeit – der Eisbären-Newsletter
Jeden Donnerstag alles Wichtige von den Eisbären Berlin – Highlights, News und spannende Einblicke.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Vieles wird bei der kommenden Ausgabe vom 14. bis 22. Juni neu sein. Der Veranstalter hat gewechselt, nach dem Rückzug der Emotion Group hat nun Perfect Match übernommen und startet mit großen Ambitionen. Die soll auch Petkovic transportieren. „Ich bringe die Vibes, ich bringe die Energie“, erzählt sie bei ihrer Vorstellung im Waldorf Astoria: „Jeder, der mich kennt und der sich mal mit mir über Tennis unterhalten hat, kennt die Leidenschaft und die Liebe, die ich zu diesem Sport habe.“
Berlin Tennis Open bieten kostenfreien Zugang zur Anlage
Mit ihrer Ausstrahlung, mit der sie schon als Spielerin das Publikum mitreißen konnte, soll sie nun dafür sorgen, dass das Turnier noch mehr zum Thema wird. „Wir haben ein neues Konzept und wollen auch das junge Publikum begeistern“, sagt Markus Günthardt, der Gründer von Perfect Match. Auf fünf Jahre ist der Vertrag seiner Agentur angelegt. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Berlin“, so Günthardt, dessen Vorstellungen allerdings weit hinaus gehen über diese fünf Jahre. Es sei ein langfristiges Projekt, das Anlaufzeit brauche.
Auch interessant
Gute erste Schritte wurden in jedem Fall bereits vom Vorgänger eingeleitet. Das Turnier war im vergangenen Jahr an drei Tagen ausverkauft. In diese Richtung gehen die Vorstellungen auch diesmal, wobei die Anlage an der Hundekehle nun erstmals während des Turniers frei zugänglich sein wird. Lediglich für die Spiele auf dem Hauptplatz, also im Steff-Graf-Stadion, verkaufe man die Tickets. Partien auf den beiden Nebenplätzen können somit gratis angeschaut werden.

Das ist Teil des neuen Konzepts. „Das ist die große Chance, das Turnier auf die nächste Ebene zu bringen“, erzählt Markus Zoecke. Das Rot-Weiß-Urgestein hat jetzt die Position des Turnierdirektors inne. „Ich kenne niemanden, der das Turnier mehr lebt als er“, sagt Günthardt über den früheren Profi, der auch in den Vorjahren eng in die Veranstaltung eingebunden war und die bisherige Turnierdirektorin Barbara Rittner bei ihren Aufgaben unterstützt hat.
Nummer eins der Welt hat bereits für das Turnier zugesagt
Als Turnierchef konnte er nun frühzeitig die Teilnahme der aktuellen Nummer eins der Weltrangliste an der mit 1,1 Millionen US-Doller dotierten Veranstaltung verkünden. Aryna Sabalenka (Weißrussland), die gerade bei den Australian Open im Finale stand, wird nach Berlin kommen. Die 23-jährige Deutsche Eva Lys, die in Melbourne als Lucky Loser überraschend in die vierte Runde einzog, erhält eine Wildcard. Ansonsten wird erneut ein sehr starkes Feld am Start sein, das sich auf Rasen für das folgende Grand-Slam-Turnier in Wimbledon vorbereitet.
Sportlich sind die Voraussetzungen also gewohnt gut, um die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Mit dem Drumherum sollen jetzt neue Maßstäbe gesetzt werden. „Wir wollen der Ort werden, wo man während der Turnierwoche hin will und auch hin muss, wenn man gesehen werden will“, sagt Markus Günthardt. Mit einer Expertin für Begeisterung an der Seite erscheint die Aufgabe nicht mehr ganz so schwer.






