Die Bescherung ist geglückt, Alba kann mit einem Sieg gegen Science City Jena Weihnachten feiern. Nach einer verkrampften ersten Halbzeit fand Berlins Basketballteam vor 8959 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena erst Mitte des dritten Viertels zu alten Tugenden, gewann dann dank 14 getroffener Dreier deutlich mit 100:67 (47:47). „Das hat echt gut getan, mal wieder ein Team richtig aus der Halle zu schicken“, so Niels Giffey, „und nicht endlos in der Partie zu hängen.“

Alba stand nach zwei deutlichen Niederlagen zuletzt in Frankfurt und Vilnius unter Druck. Für die Gäste aus Thüringen, Tabellendreizehnte der Bundesliga, war es eher ein weihnachtlicher Betriebsausflug, bei dem sie nichts zu verlieren hatten und dementsprechend beherzt aufspielten. Den Gastgebern fehlte anfangs erneut die Leichtigkeit, die in dieser Saison schon so oft zu sehen war. Sie arbeiteten Basketball und hatten anfangs große Mühe, die Jenaer, bei denen der ehemalige Alba-Star Julius Jenkins mit nunmehr 36 Jahre wie in alten Zeiten Regie führte, nicht davon ziehen zu lassen.

Schon am ersten Weihnachtsfeiertag wird wieder trainiert

Das Team von Coach Aito Reneses hatte vor allem mit den Distanzwürfen der Gäste große Probleme. Acht waren es in der ersten Halbzeit, später kam keiner mehr hinzu. Die Berliner, hingegen legten erst nach der Pause richtig los. Sie profitierten jetzt von dem klar tieferen Kader, zu dem auch wieder Peyton Siva und Niels Giffey gehörten. Bald ließen Tim Schneider, Spencer Butterfield, Luke Sikma und Joshiko Saibou in kürzester Zeit vier Dreier fliegen. Beim 71:54 (29) war die Partei entschieden. Den Rest nutzten die Berliner, Rhythmus und Spielfreude wiederzufinden. Bester Werfer war Sikma mit 19 Punkten.

„Wir haben wieder den Ball miteinander geteilt und freie Würfe kreiert“, freute sich Siva, „das war für unser Selbstbewusstsein extrem wichtig“. Das Thema „Weihnachten“ wird Alba im Schelldurchgang abhaken. Die Mannschaft wird am 25. Dezember schon wieder trainieren. Am Mittwoch (20 Uhr) wollen die Berliner im letzten Spiel der Hauptrunde des Eurocups gegen Retabet Bilbao Platz zwei in der Gruppe C verteidigen. Am Freitag (18 Uhr) steht das Bundesliga-Heimspiel gegen die Braunschweiger Löwen auf dem Programm. Butterfield wird dabei jedoch fehlen. „Er wird wegen Problemen mit seinem Fuß vorerst pausieren“, sagte Reneses.