WM-Affäre

DFB-Boss Rainer Koch gibt Franz Beckenbauer eine Ohrfeige

Die Antwort des DFB auf das ausgiebige Interview des „Kaisers“ in der „Süddeutschen Zeitung“ ließ nicht lange auf sich warten.

Interimspräsident Rainer Koch ist in diesen Tagen ein gefragter Mann

Interimspräsident Rainer Koch ist in diesen Tagen ein gefragter Mann

Foto: Philipp von Ditfurth / dpa

Berlin.  Franz Beckenbauer hat auf sein ausgiebiges Interview in der „Süddeutschen Zeitung“ eine herbe Antwort vom DFB erhalten. In dem Gespräch hatte Beckenbauer viele Erinnerungslücken offenbart und behauptet, Tausende von Dokumente unterschrieben zu haben, ohne sie vorher zu lesen.

Beckenbauer hatte zudem die Interimspräsidenten des Deutschen Fußball-Bundes kritisiert. Er habe Rainer Koch und Reinhard Rauball einen Brief ­geschrieben und um ein Treffen ­gebeten. Die hätten aber nicht reagiert.

„Selbstverständlich haben wir schnell geantwortet“

Die Antwort von Koch, die er jetzt auf seiner Facebook-Seite postete, ist eine schallende Ohrfeige. „Selbstverständlich waren und sind Dr. Rauball und ich bereit, mit Franz Beckenbauer im Anschluss an seine avisierte und noch ausstehende zweite Befragung durch die Anwaltskanzlei Freshfield zu sprechen. Selbstverständlich haben wir schnell geantwortet.“

Koch listet die Daten auf: Am 11. November, 15:17 Uhr, sei das Schreiben von Beckenbauer eingegangen. Am 12. November um 7:29 Uhr habe er seine Antwort verschickt. Um 8.55 Uhr habe sich das Büro von Franz Beckenbauer gemeldet: „Vielen Dank für die rasche Rückmeldung, die ich gern an Franz Beckenbauer weitergebe.“