Galatasaray

Alles friedlich beim 10:9 der Spandauer Wasserballer

Die Wasserfreunde feiern zweiten Sieg in der Champions League und die Tatsache, dass alles ruhig blieb. Nach Randalen türkischer Fans beim Alba-Spiel waren die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden.

Fünf Polizei-Mannschaftwagen standen vor der Schwimmhalle Schöneberg, eine Sicherheitsfirma rückte mit vier Leuten an. Nach den Randalen türkischer Fans beim Spiel von Alba Berlin gegen Galatasaray Istanbul am vergangenen Donnerstag in der O2-World hatten die Wasserfreunde Spandau die Sicherheitsmaßnahmen vor ihrem Champions League-Heimspiel gegen Galatasary Istanbul am Mittwochabend verstärkt. Am Ende blieb alles friedlich.

Trotzdem die Wasserballer an den Tagen zuvor in S-Bahn und U-Bahn in Badehose und Badekappe Freikarten verteilt hatten, kamen gerade einmal 600 Zuschauer in die 1500 Zuschauer fassende Schwimmhalle, darunter 70 Fans des türkischen Meisters. Sie feuerten ihre Mannschaft auf friedliche Weise an. Am Ende nutzte es nichts.

Die Wasserfreunde Spandau 04 feierten am siebten Spieltag der Champions-League-Hauptrunde den zweiten Sieg. Gegen den türkischen Serienmeister Galatasaray Istanbul gab es ein knappes 10:9 (2:1,3:3,3:3,2:2). Bester Torschütze für Spandau war Marin Restovic mit vier Treffern. Der deutsche Meister bleibt Fünfter und baute den Vorsprung auf das zuvor punktgleiche Istanbul aus. Beide Teams haben aber keine Chance mehr auf einen der drei Spitzenränge der Gruppe, die den Einzug ins Final Six Ende Mai in Barcelona bedeuten.

Für Bundesliga gewappnet

Das 10:9 soll aber für die Wasserfreunde Spandau 04 der Mutmacher für den Abschluss der Bundesliga-Hauptrunde am kommenden Wochenende sein. Die Berliner müssen beim SSV Esslingen den für die Playoffs so wichtigen ersten Platz gegen das punktgleiche Team von Waspo Hannover und den einen Zähler dahinter liegenden ASC Duisburg behaupten.

Beim Sieg gegen den türkischen Serienmeister zeigte sich Spandau für die Bundesliga gewappnet. „Dass wir einen Zwei-Tore-Rückstand wettgemacht haben, zeigt, dass wir auch in schwierigen Situationen Antworten finden“, bilanzierte Manager und Co-Trainer Peter Röhle das Match der Champions League.

„Wechselnde Spieler können Verantwortung übernehmen und für die Entscheidung sorgen“, freute sich Röhle. Gegen Istanbul war das Marin Restovic, der mit vier Treffern insgesamt und drei Toren in Folge vom 2:4 zum 5:4 am Mittwoch den Unterschied machte.

„Wollen Schwung mitnehmen“

„Wir wollen den Schwung mitnehmen und unseren ersten Rang verteidigen“, sagte Röhle vor der Partie in Esslingen. Der würde dem Rekordmeister und Titelverteidiger den Heimvorteil bis ins Best-of-Five-Finale um die Deutsche Meisterschaft garantieren.

Nach den bösen Randale-Erfahrungen mit den Glatasaray-Fans beim Basketball in der 02-World war Röhle auch mit dem organisatorischen Ablauf zufrieden: „Alles ist absolut friedlich geblieben, die etwa 70 türkischen Fans unter den 600 Zuschauern haben gefeiert und Stimmung gemacht, mehr aber auch nicht.“