Bundesligist 1899 Hoffenheim droht in der ersten DFB-Pokalrunde eine peinliche Pleite. Der haushohe Favorit aus dem Kraichgau liegt beim Regionalligisten Berliner AK 07 zur Halbzeit mit 0:3 zurück - und das völlig verdient. Die Hoffenheimer präsentiert sich bislang pomadig und leidenschaftslos und ließen sich vom Viertligisten nahezu wehrlos den Schneid abkaufen. Die Berliner Treffer erzielen vor etwa 3000 Zuschauern im altehrwürdigen Poststadion Metin Cakmak (3.), Justin Gerlach (31.) und Kevin Kruschke (40.).

Der Bundesligist erwischte einen rabenschwarzen Start ins Spiel. Beim frühen Rückstand patzte Innenverteidiger Matthieu Delpierre, der Torschütze Cakmak zu viel Platz ließ. Der Berliner Stürmer überwand schließlich Tim Wiese in dessem ersten Pflichtspiel als Hoffenheimer Torhüter mit einer Bogenlampe. Cakmak musste danach am Kopf behandelt werden.

Der Rückstand war aber keineswegs ein Weckruf für den haushohen Favoriten. In der 7. Minute scheiterten die AK-Halbprofis Niklas Brandt (7.) und Kevin Kruschke (14.) nur knapp. Die Hoffenheimer, bei denen Sechs-Millionen-Euro-Neuzugang Joselu zunächst nur auf die Bank saß, spielten überheblich und leidenschaftslos. Den ersten Schuss aufs gegnerische Tor setzte das Babbel-Team erst in der 21. Minute durch Rechtsverteidiger Andreas Beck ab. Bei einem missglückten Abseitsversuch setzte es auch noch das 0:2. Die TV-Bilder bewiesen dann allerdings, dass es doch Abseits war. Kruschke erhöhte dann gar auf 3:0 für die Gastgeber.

Mit dem Erstrundenspiel kehrte Hoffenheims Trainer Markus Babbel zurück nach Berlin, wo er von 2010 bis 2011 den Klub Hertha BSC betreut hatte. Die Trennung Mitte Dezember 2011 war zur Schlammschlacht geraten, am Ende hatten sich Babbel und Hertha-Manager Michael Preetz gegenseitig der Lüge bezichtigt.

sid/tj