Gerichtsurteil

Ex-Unioner muss kein Schmerzengeld an Concha zahlen

Matias Concha vom VfL Bochum hatte sich 2010 beim Zusammenprall mit Macchambes Younga-Mouhani verletzt. Er wollte dafür 200.000 Euro.

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Im Streit zwischen dem ehemaligen Fußball-Profi des VfL Bochum, Matias Concha, und dem Ex-Union-Berlin-Spieler Macchambes Younga-Mouhani hat das Landgericht Berlin-Tegel die Klage des Schweden auf Schadensersatz abgewiesen. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag. Warum die Richter so entschieden, darüber durfte er noch keine Angaben machen. Die Urteilsbegründung geht erst den beiden Parteien zu.

Concha, der sich bei einem Zusammenprall mit Younga-Mouhani im Zweitliga-Spiel am 6. Dezember 2010 das Schien- und Wadenbein gebrochen hatte, verklagte seinen Gegenspieler auf bis zu 200.000 Euro Schmerzensgeld. Bei einer Güteverhandlung im Juni 2012 hatten die Richter eine Summe von 5000 bis 10.000 Euro ins Gespräch gebracht, dies lehnte Younga-Mouhani ab.

Sein Anwalt Markus Buchberger hatte während der Verhandlungstage argumentiert, wenn Schadenersatzansprüche vor dem Zivilgericht geltend gemacht werden können, müsse künftig jeder Profisportler eine Berufshaftpflicht abschließen. Für ihn stellte sich die grundsätzliche Frage, ob diese Schmerzensgeldforderungen überhaupt außerhalb der Sportsgerichtsbarkeit verhandelt werden dürfen.

Younga-Mouhani hatte in der vergangenen Saison für den FC Wegberg-Beeck in der Oberliga Mittelrhein gespielt. Danach beendete der Kongolese mit deutschem Pass seine Profi-Laufbahn.

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