Mike Tyson

"Ich war mit dem Teufel in der Hölle unterwegs"

Mike Tyson hasst das Boxen, weil es einen schlechten Menschen aus ihm gemacht hat. Im Interview mit Morgenpost Online schließt er eine Rückkehr in den Ring aus.

Foto: Discovery Communications

Furcht einflößend sieht er nicht mehr aus. Schon gar nicht, wenn Mike Tyson, 45, übers ganze Gesicht grient. Die Mimik spricht für seine augenblickliche Zufriedenheit. Dazu hat er auch allen Grund. Sein Business an jenem Nachmittag so kurz vor Weihnachten im größten Hotel am Strip in Las Vegas läuft prächtig. Die Menschen begehren ihn. Seit Stunden schon reihen sich Jung und Alt, Mann oder Frau, geduldig in die Schlange an seinem Verkaufsstand ein, um sich mit dem jüngsten Schwergewichts-Weltmeister der Boxgeschichte ablichten zu lassen. Ein Schnappschuss kostet 55 Dollar. Für eine Signatur müssen 80 Dollar draufgelegt werden.

Fragen beantwortet der Ex-Champion während der Shootings nicht. Selbst ein noch so verführerischer Augenaufschlag wird ihn nicht erweichen, etwas zu sagen. Als eine brünette Schönheit im Teenageralter wissen will, was er Silvester vorhat, antwortet er mit einem machohaften Lächeln: „Baby, das werde ich dir doch nicht verraten. Das ist im Preis nicht inbegriffen.“ Der Mann mit dem großflächigen Maori-Tattoo auf der linken Gesichtshälfte kann aber auch anders, wie er beim Gespräch mit "Morgenpost Online“ beweist.

Morgenpost Online: Mr Tyson, was haben Sie denn nun Silvester vor?

Mike Tyson: Das Gleiche wie jedes Jahr. Wir feiern eine gigantische Party mit Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll.

Morgenpost Online: Wirklich?

Tyson: Ja, es wird eine große Orgie geben. Das wollen Sie doch hören.

Morgenpost Online: Wenn dem so ist.

Tyson: Nein, dem ist nicht so. Ich habe Sie verarscht. Aus dem Alter der wilden Partys bin ich raus. Das ist nicht mehr meine Welt. Darauf habe ich einfach keinen Bock mehr. Wenn ich heute Nacht um drei Uhr aufwache, düse ich nicht mehr in irgendein Casino oder in einen Klub. Ich setze mich auf die Terrasse, rauche eine Zigarre und gehe wieder schlafen.

Morgenpost Online: Wie geht also die Wahrheit über Silvester?

Tyson: Meine Frau Kiki und ich gehen zum Konzert von Stevie Wonder ins „Cosmopolitan Hotel“ in Las Vegas. Stevie ist ein sehr guter Freund von mir und hat uns eingeladen. Nach der Show werden wir mit seinem engsten Kreis noch ein wenig ins neue Jahr hineinfeiern. Ich freue mich schon darauf. Wir schlafen die Nacht auch in dem Hotel, obwohl wir nur eine halbe Stunde bis nach Hause bräuchten. Speziell in dieser Nacht ist es aber zu gefährlich, durch Vegas zu fahren. Es sind einfach zu viele Besoffene auf den Straßen unterwegs.

Morgenpost Online: Trinken Sie keinen Alkohol mehr?

Tyson: Nein. Seit meiner Entziehungskur vor vier Jahren bin ich trocken. Seitdem bin ich auch von anderen Drogen geheilt. Wenn ich das damals nicht getan hätte, würden wir heute sicher nicht miteinander reden. Der Mike Tyson, den Sie vor sich sehen, wäre längst tot.

Morgenpost Online: Also haben Sie mit Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll tatsächlich nichts mehr am Hut?

Tyson: Mit Sex schon, davon kann man doch auch nie genug haben, oder?

Morgenpost Online: Scheint so, immerhin haben Sie inzwischen acht Kinder von mehreren Frauen.

Tyson: Sie sind mein größtes Glück. Ich möchte ihnen ein Vater sein, den sie nicht hassen, sondern den sie lieben, dem sie vertrauen, auf den sie stolz sind. Trotz all dem vielen Scheiß, den ich schon verbockt habe.

Morgenpost Online: Die Liste Ihrer Unrühmlichkeiten ist sehr lang. Bereuen Sie etwas?

Tyson: Was würde es bringen, wenn ich bereue? Nichts, gar nichts. Deswegen wird aus etwas Schlechtem doch nicht automatisch etwas Gutes. Das Leben ist zu kurz, um zu grollen. Jede Sekunde kommst du deinem Tod näher. Ich stehe zu all dem, was ich getan habe. Ich habe oft genug dafür gebüßt.

Morgenpost Online: Unter anderem saßen Sie wegen Vergewaltigung fast drei Jahre im Gefängnis.

Tyson: Eine jämmerliche Drecksau von einer Frau hat mich hinter Gitter gebracht. Sie weiß genau, dass ich unschuldig bin. Und ich bin es auch, ich schwöre es ihnen, immer und immer wieder.

Morgenpost Online: Von Ihrer Unschuld war sogar Max Schmeling überzeugt.

Tyson: Der große Max, der Joe Louis ausgeknockt hat. Ich kann’s gar nicht glauben. Ich könnte heulen, wenn ich das höre.

Morgenpost Online: In seinem letzten Interview vor dem Tod sagte er: „An Tyson wurde ein Exempel statuiert, und ich sage Ihnen auch warum: Kurz zuvor war der Fall Kennedy. Er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Frau vergewaltigt, wurde aber freigesprochen. Natürlich aufgrund seines Namens. Ganz Amerika hat sich darüber aufgeregt. Bei Tyson wollte man den gleichen Fehler nicht noch einmal wiederholen. Er ist ein Opfer Kennedys.“

Tyson: Unglaublich, was er da sagte. Max Schmeling war nicht nur ein großartiger Boxer, sondern auch ein sehr weiser Mensch. Bedauerlich, dass er nicht mehr lebt.

Morgenpost Online: Wissen Sie, woher er in Ihrem Fall seine Überzeugung nahm?

Tyson: Nein.

Morgenpost Online: Aus dem, was er mit Ihnen erlebt hat.

Tyson: Was meinen Sie?

Morgenpost Online: Erinnern Sie sich noch an den 6. Dezember 1989? An das opulente Dinner im „Sands Hotel“ in Las Vegas?

Tyson: Ja, jetzt, wo sie das sagen, dämmert es. Klar.

Morgenpost Online: Sie saßen mit Max Schmeling und dem damaligen Gouverneur Bob Miller an einer Tafel. Über 800 Gäste waren geladen, um Schmeling zu feiern. Wegen seiner Rettung von zwei jüdischen Kindern vor den Nazis im November 1939 in Berlin wurde 1989 in Nevada der 6. Dezember offiziell zum „Max Schmeling Day“ deklariert. An jenem Abend sagten Sie zu Schmeling: „Ich habe Weiße nicht gern, aber dich mag ich sehr.“

Tyson: Schmeling hatte ja schon sein großes Herz gezeigt, als er einige Tausend Dollar für die Beerdigung von Joe Louis überwies. Er war ein wirklicher Held. Aber woher nahm er denn nun seine Überzeugung für meine Unschuld?

Morgenpost Online: Er behauptete, Sie hätten es niemals nötig gehabt, Frauen zu vergewaltigen. Als er mit Ihnen am Tisch saß, seien Ihnen die Mädchen ständig um den Hals gefallen. Und als Sie dann morgens um zwei Uhr gingen, lief Ihnen ein Schwarm bildhübscher Girls einfach so hinterher.

Tyson: Ja, genau so war es immer. Egal, wo ich mich befand. Ich konnte Dutzende an einem Abend haben, eine hübscher als die andere. Doch Gott sei Dank ist die Zeit vorbei. Ich möchte darüber auch nicht mehr reden. Ich gucke nur noch nach vorn.

Morgenpost Online: Schauen Sie sich Ihre Boxkämpfe noch an?

Tyson: Nein, ich kann und will das nicht. Wenn ich das tue, werde ich automatisch mit all den schlechten Erinnerungen aus dieser Zeit konfrontiert. Ich war einfach zu lange mit dem Teufel in der Hölle unterwegs. Meiner Gesundheit würde das nicht guttun, ich bin schließlich nicht aus Stein, sondern auch ein Mensch aus Fleisch und Blut und mit Gefühlen. Ich bin heilfroh, ein anderer Mensch geworden zu sein. Das Tier in mir ist gebändigt.

Morgenpost Online: Am 22. November war es 25 Jahre her, dass Sie Trevor Berbick in Las Vegas durch K.o. in der 2. Runde als Weltmeister entthronten und zum jüngsten Schwergewichts-Champion in der Boxgeschichte aufstiegen.

Tyson: Wenn Sie mich jetzt fragen wollen, ob ich den Jahrestag zelebriert habe, kann ich Ihnen nur sagen: Nein. Ich will einfach nicht mehr zurückblicken.

Morgenpost Online: Sie können Ihrer Vergangenheit doch aber nicht entfliehen. Schließlich werden Sie ständig damit konfrontiert. Beispielsweise, wenn Sie Evander Holyfield treffen, wie dieser Tage in Las Vegas, dem Sie im Juni 1997 beim WM-Kampf einen Teil seines linken Ohres abgebissen haben.

Tyson: Ich habe mit meiner Vergangenheit ein für allemal Frieden geschlossen. Und das Beste daran ist, dass ich nicht mehr boxe. Sonst könnte ich jetzt kein Freund mit Evander oder all den anderen Boxern sein. Als Boxer bist du ein egoistischer Eroberer, der niemand neben sich duldet. Wer versucht, sich dir in den Weg zu stellen, wird zur Hassfigur, die vernichtet werden muss.

Morgenpost Online: Sie sind tatsächlich mit Evander Holyfield befreundet?

Tyson: Wir haben unsere Kämpfe ausgetragen. Ich habe mich bei ihm entschuldigt, wir freuen uns jedes Mal, wenn wir uns wiedersehen, und können über das, was einst passierte, lachen.

Morgenpost Online: Gilt das auch für Ihre finanzielle Situation? Im Sommer 2003 hatten Sie persönliche Insolvenz angemeldet, weil Sie mit rund 30 Millionen Dollar verschuldet waren. Und das, obwohl Sie als Boxer etwa 300 Millionen verdient hatten.

Tyson: Ich arbeite jeden Tag verdammt hart, um meine Lebenshaltungskosten bezahlen zu können, um diese wahnsinnige Last loszuwerden.

Morgenpost Online: Und trauern dabei Ihrem einstigen Leben in Saus und Braus nach? Sie besaßen Dutzende Häuser, mehr als 300 Autos, beschenkten Frauen überschwänglich, die Ihnen schöne Augen gemacht haben.

Tyson: Nein, ich trauere überhaupt nichts nach. Was ich alles erlebt und mitgemacht habe, ist nur schwer zu überbieten. In meinen 45 Jahren habe ich bestimmt zehn Leben gelebt. Es war ein einziger Rausch. Nur auf Wolke sieben. Doch mit dem ganzen Chaos bin ich durch. Ich kann mich jetzt nicht beschweren, mein Leben ist auf dem richtigen Weg. Sie sehen doch, wie die Menschen sich nach mir reißen. Das fühlt sich gut an. Ich hätte das niemals für möglich gehalten.

Morgenpost Online: Haben Sie eine Erklärung dafür, warum Sie die Massen noch immer so in Ihren Bann ziehen?

Tyson: Das habe ich mich schon oft gefragt. Doch mir fällt dazu nix ein. Es kommt mir auch unheimlich vor. Vielleicht mögen sie mich, weil ich so authentisch bin.

Morgenpost Online: Billig zu haben sind Sie jedenfalls nicht, wenn man sieht, was Sie für signierte Fotos verlangen. Ein unterschriebener Boxhandschuh kostet sogar stolze 345 Dollar. Bezahlen die Leute das wirklich?

Tyson: Ohne Weiteres. Außerhalb Amerikas ist der Run noch größer. Es ist schon verrückt. Ich habe immer geglaubt, ein schlechter Mensch zu sein, der es nicht schafft, sich aus dem ganzen Desaster zu befreien. Doch ich habe wieder festen Boden unter den Füßen. Ich mache gutes Geld auch mit vielen anderen Dingen.

Morgenpost Online: Womit denn zum Beispiel?

Tyson: Als Schauspieler in Kinofilmen, wie bei „Hangover 1 und 2“, als Gast in Talkshows oder in Werbespots. Zu tun habe ich genug. Am 9. Januar drehe ich den nächsten Werbeclip in Barcelona für eine große Autofirma. Mit meiner Frau betreibe ich außerdem eine Produktionsfirma. Demnächst wird auf HBO unsere erste Show starten. Wir arbeiten an der Pilotsendung.

Morgenpost Online: Worum wird es dabei gehen?

Tyson: Es handelt sich um eine mehrteilige Serie, in dem ein 18-Jähriger seine Liebe am Boxsport entdeckt und zum Champion aller Klassen aufsteigt.

Morgenpost Online: Die Rolle könnten Sie doch selbst besetzen.

Tyson: Die Geschichte handelt auch von mir und meinen Freunden. Ob ich selbst mitspielen werde, ist noch nicht entschieden.

Morgenpost Online: Gibt es schon einen Sendetermin?

Tyson: Noch nicht, aber auf jeden Fall soll es im neuen Jahr losgehen.

Morgenpost Online: Würden Sie nicht mit einem Comeback als Boxer schneller Ihre Schulden abbauen? Sie könnten es doch auch so machen wie einst George Foreman, der nach zehnjähriger Ringpause erst einmal reihenweise Fallobst boxte, ehe er mit 45 Jahren noch einmal Weltmeister wurde und dadurch dreistellige Millionensummen verdiente.

Tyson: Nichts, aber auch gar nichts, kann mich in den Boxring zurückbringen.

Morgenpost Online: Das haben Ihre Vorgänger fast alle geschworen.

Tyson: Und sich nicht daran gehalten. Ich hätte Angst zu kämpfen. Bei mir ist Schluss, definitiv.

Morgenpost Online: Obwohl Sie mächtig abgenommen haben und so aussehen, als hätten Sie wieder Ihr Wettkampfgewicht aus Ihren Glanzzeiten. Damals wogen Sie etwa 100 Kilo.

Tyson: Ich habe über 40 Kilo verloren, nachdem ich vor drei Jahren meine Ernährung radikal umgestellt habe. Ich bin strenger Veganer, ich esse nicht einmal Fisch oder Honig.

Morgenpost Online: Wie kamen Sie denn darauf?

Tyson: Ich wollte nicht mehr fett sein. In meiner Familie war Fettleibigkeit anscheinend erblich bedingt, denn alle neigten dazu. Ich wollte die Tradition durchbrechen, um auch Vorbild für meine Kinder zu sein. Ich kann denen doch schlecht sagen: Hey, ihr seid zu dick, ihr lebt ungesund, ihr müsst auf eure Figur achten, dafür müsst ihre dies und jenes tun, wenn ich selbst 300 Pfund oder mehr wiege.

Morgenpost Online: Sie haben wirklich in vielerlei Hinsicht einen extremen Wandel vollzogen. Wer hat Ihnen dabei geholfen?

Tyson: Kiki. Sie ist nicht nur eine großartige Ehefrau, sondern auch meine beste Freundin. Sie ist meine Lebensretterin. Ich war wie eine Dampfmaschine, stand immer unter Feuer und Strom. Doch durch die Beziehung zu ihr bekam mein Leben die richtige Balance. Sie gab mir die Kraft, den verhängnisvollen Versuchungen des Lebens zu widerstehen. Kiki regelt auch all unsere Geschäfte. Und das richtig gut.

Morgenpost Online: Interessiert Sie das Boxen überhaupt noch?

Tyson: Nicht sonderlich. Ich hasse Boxen, weil es einen schlechten Menschen aus mir gemacht hat. Wenn es zeitlich passt, gucke ich mir Kämpfe aber noch live an.

Morgenpost Online: Das Schwergewicht dürfte Ihnen dabei wenig Freude bereiten.

Tyson: Was dort zurzeit abläuft, stinkt langweilig. Man sieht nur diese weißen Schwergewichtler aus Europa mit ihrem technisch anspruchsvollen Boxstil. Das reißt uns Amerikaner nicht vom Hocker. Wir wollen die Knochen knirschen hören. Im Ring muss es brachial zugehen. Wir lieben den Knockout. Außerdem fehlen die Dramen, die einen Kampf schon vor dem ersten Gong zum Spektakel werden lassen. Die heutigen Weltmeister sind zu brav, ihre Lebensläufe sind zu glatt, da gibt es keine Brüche in den Viten, die sie zu reizvollen Typen machen. Die Klitschkos sind auch zu dominant, es fehlen die echten Herausforderer. Und sie verstehen nichts vom Entertainment, was nun mal zum Boxen dazugehört.

Morgenpost Online: Es wird also Zeit, dass ein neuer Mike Tyson auftaucht?

Tyson: Der ist überfällig. Doch er ist leider nicht in Sicht. Allerdings den Mike Tyson, den Sie kennengelernt haben, wird es so nie wieder geben. Der ist ein Unikat genauso wie Muhammad Ali.

Morgenpost Online: Was bedeutet er Ihnen?

Tyson: Für mich ist er der größte Boxer aller Zeiten. Er war immer mein Idol, vor ihm habe ich den meisten Respekt.

Morgenpost Online: So wie Ali vor 21 Jahren wurden Sie diesen Sommer in Canastota in die Boxing Hall of Fame aufgenommen.

Tyson: Das war ein sehr emotionaler Moment, der tief unter die Haut ging. Ich hätte niemals gedacht, auf einer Stufe mit diesen Legenden zu stehen. Im Vergleich zu Joe Louis, der seinen Weltmeistertitel 25-mal verteidigte und das 22-mal durch K.o., oder Rocky Marciano, der als unbesiegter Weltmeister abtrat, oder Ali habe ich mich immer wie ein Baby gefühlt. Erst als bei der Laudatio meine wichtigsten Kämpfe genannt und davon Ausschnitte gezeigt wurden, war mir bewusst, dass auch ich einiges geleistet habe. Für gewisse Dinge braucht man eben Abstand, um sie beurteilen zu können.

Morgenpost Online: Was fühlen Sie, wenn Sie Ihr schwer krankes Idol heute sehen?

Tyson: Ich empfinde kein Mitleid für Ali. Warum auch? Unser Leben ist nun einmal ein erbitterter Kampf mit ständigen Aufs und Abs. Und es ist doch großartig zu erleben, wie er sich mit der Parkinson-Krankheit auseinandersetzt, wie hart er dagegen ankämpft, sich wehrt, sich einfach nicht unterkriegen lässt. Er beweist eindrucksvoll, wie man sein Leben trotz eines unheilbaren Handicaps meistern kann. Er ist eben der Größte.

Morgenpost Online: Was wünschen Sie sich fürs neue Jahr?

Tyson: Nicht sonderlich viel, dafür bin ich mittlerweile ein zu realistischer Mensch. Wenn ich den Alltag, das ganz normale Leben ordentlich meistere, habe ich viel gewonnen. Ich hoffe, dass wir eine starke Familie bleiben, die nichts trennen kann und die zusammen unsere Kinder aufwachsen sieht. Ich will leben und überleben. Dafür wäre ich unheimlich dankbar.

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