Champions League

Nächstes Jahr ist der BVB reif für die Königsklasse

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Oliver Müller

Die Dortmunder Spieler müssen die richtigen Lehren aus der vollkommen verkorksten Champions-League-Saison ziehen. Dann können sie es nächstes Jahr besser machen.

Am Ende hieß es nicht einmal „raus mit Applaus.“

Die Spieler von Borussia Dortmund verabschiedeten sich am Dienstagabend genauso von der europäischen Fußballbühne, wie sich in fast allen Spielen in dieser Champions League-Saison präsentiert hatten: Fahrig, unkonzentriert und – wieder einmal – naiv.

Das 2:3 gegen Olympique Marseille im letzten Gruppenspiel war sicher nicht entscheidend. Die Weichen waren schon bei den beiden Auswärtsniederlagen in Marseille und in Piräus gestellt worden – der Deutsche Meister war bereits vor dem letzten Spieltag so gut wie erledigt gewesen. Nur ein Wunder hätte den BVB noch im internationalen Geschäft halten können. Und die sind im Fußball eher selten.

Doch wenn es zum Schluss vor eigenem Publikum nicht einmal nach einer 2:0-Führung zu einem Sieg gegen die nicht gerade übermächtigen Franzosen langt, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Sie hätten eine Menge Menschen enttäuscht, sagte Kevin Großkreutz. Er muss es wissen, erhält der Ur-Dortmunder doch nach jedem Spiel nach eigenen Angaben etwa 50 bis 60 E-Mails von BVB-Fans.

Entscheidend ist, dass die jungen Dortmunder Spieler die richtigen Lehren aus ihrer vollkommen verkorksten Champions-League-Saison ziehen. Das Potenzial, auch international bestehen zu können, ist zweifelsfrei vorhanden. Schließlich haben die Borussen in der laufenden Bundesliga-Saison nach einem schwachen Start ja auch die Kurve gekriegt. Der Sieg bei Bayern München vor zweieinhalb Wochen zeigte zudem, dass sie auch taktisch dazulernen können.

Die Mannschaft, die in der vergangenen Saison die Bundesliga-Spitze im Hurrastil erstürmt hatte, ist gerade dabei zu lernen, in bestimmten Situationen auch auf Ergebnis zu spielen.

In der kommenden Saison könnte sie so weit sein, dass ihr das auch in der Königsklasse gelingt.