Vorbild Arsenal und Barca

Borussia Dortmund poliert seinen Kader auf

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Florian Haupt

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Bei der Verstärkung des Kaders für die neue Saison setzt Meister Borussia Dortmund weiter auf Toptalente anstelle von großen Namen.

Die Teilnahme an der Champions League verändert einen Verein. Geld kommt in die Kasse, die Ambitionen steigen. Traditionell werden dann ein paar gestandene Profis dazu geholt, am besten mit reichlich international Erfahrung.

Auch Borussia Dortmund poliert dieser Tage mal wieder seinen Kader auf. Von gestandenen Profis kann bei Leonardo Bittencourt , 17, oder Maximilian Beister, 21, allerdings nicht die Rede sein. Sowohl der nun für rund drei Millionen Euro verpflichtete Cottbuser als auch der offenbar heiß umworbene Düsseldorfer spielen in der Zweiten Liga. Oberflächlich betrachtet illustrieren solche Transfers keinen Quantensprung hin zu einem absoluten europäischen Topklub. Dabei bedeuten sie auch das.

Der BVB investiert seine Champions-League-Millionen in das, was ihn nach oben gebracht hat: Strukturen und Nachwuchs. Der spektakuläre Erfolg seiner Youngsters veranlasst ihn, noch konsequenter (und hochpreisiger) auf Youngster zu setzen. Drei Millionen Euro für einen 17-jährigen Perspektivspieler: Auch das muss man sich erst mal leisten können. Dazu baut der Klub derzeit an einem neuen Ausbildungszentrum. Das Ziel ist klar: Der BVB-Nachwuchs soll die deutsche Talentschmiede schlechthin werden.

Dortmund folgt damit einem Weg, den international Vereine wie der FC Barcelona oder Arsenal vorgegeben haben. Dort ist es schon lange üblich, Spieler in möglichst jungem Alter zu verpflichten. Auch weil sie dann billiger sind, aber das ist gar nicht so sehr der Punkt. Wer kann jetzt schon vorhersagen, ob bei Bittencourt nicht noch etwas dazwischen kommt?

Es geht vielmehr darum, dass die Spieler noch formbar sind, erziehbar im Sinne einer Vereinsidentität, fußballerisch wie menschlich. Schon jetzt ist der BVB da den anderen deutschen Klubs voraus.

Manchmal geht es dann so schnell wie zuletzt bei Moritz Leitner, 18. Der kickte letzte Saison auch noch bei 1860 München in der Zweiten Liga. Vor ein paar Wochen debütierte er über 90 Minuten in der Champions League.