Fussball-Bundesliga

Zweimal Podolski – Köln schlägt Augsburg locker

Dank Nationalstürmer Lukas Podolski gewinnt der 1. FC Köln sein Heimspiel gegen den Aufsteiger FC Augsburg ohne große Probleme.

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Es bot sich das Bild der vergangenen Wochen im Kölner Stadion: Nach dem Abpfiff stand Lukas Podolski vor der Südtribüne und ließ sich von den begeisterten Fans feiern. Mit seinen Saisontoren Nummer sieben und acht hatte der Nationalspieler den 1. FC Köln nahezu im Alleingang zum 3:0 (2:0) gegen Aufsteiger FC Augsburg und aus der Mini-Krise geführt. „Wir liegen jetzt acht Punkte vor den Abstiegsrängen, und das zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison. Was die Punkte angeht, sind wir im Soll, da gibt es nichts zu bemängeln“, sagte „Prinz Poldi“.

Auch an der Leistung des FC, der zu Hause eine Macht ist, aber auswärts bisher nicht vollends zu überzeugen wusste, hatte Kölns Publikumsliebling nichts zu mäkeln: „Wir haben verdient gewonnen. Allerdings haben wir in der zweiten Halbzeit etwas nachgelassen. Aber man hatte nicht das Gefühl, dass Augsburg das Spiel noch drehen könnte.“

Und somit war die Bühen frei für Kölns Torschützen vom Dienst, der mit seinem Doppelschlag (19. und 24., Foulelfmeter) den Grundstein legte und damit auch seinem „Ziehvater“ Jos Luhukay die Rückkehr an den Dom verdarb. Den dritten Treffer erzielte Slawomir Peszko (56.), bevor der Augsburger Torsten Oehrl nach einem groben Foulspiel die Rote Karte (75.) sah.

„Wir sind einfach nicht ins Spiel gekommen. Beim ersten Tor muss ich den Ball halten, danach bekommen wir einen fragwürdigen Elfmeter und liegen 0:2 hinten. Und dann wird es natürlich schwer“, meinte Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch.

Nach der 0:5-Pleite am Wochenende zuvor beim deutschen Meister Borussia Dortmund und dem Pokal-Aus unter der Woche bei 1899 Hoffenheim (1:2) waren die Geißböcke von Beginn an um Wiedergutmachung bemüht. Podokski hatte in der 3. Minute auch die erste Chance für die Gastgeber. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging aber ans Außennetz. Sieben Minuten später forderte er vehement einen Elfmeter, nachdem Gibril Sankoh bei einer Abwehraktion der Ball an die Hand gesprungen war. Schiedsrichter Peter Gagelmann aus Bremen ließ aber zu Recht weiterspielen, da keine Absicht zu erkennen war.

Knapp zehn Minuten später ließ Podolski mit einem trockenen Schuss aus spitzem Winkel Augsburgs Torwart Simon Jentzsch keine Chance. Der Keeper war auch beim umstrittenen Strafstoß von Podolski chancenlos, den Hajime Hosogai mit einem Foul an Christian Clemens verursacht haben soll.

Die Augsburger, bei denen ebenso wie Luhukay auch Manager Andreas Rettig an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehrte, hatten vor der Pause nur durch Sascha Mölders in der 21. Minute eine gute Gelegenheit. Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild, die Kölner dominierten fast nach Belieben, von den Augsburgern war in der Offensive fast nichts mehr zu sehen. Die größte Chance hatte Akaki Gogia, der jedoch in der 75. Minute nur den Pfosten des Kölner Tores traf. Wenige Sekunden später sah der eingewechselte Oehrl nach einem rüden Foul die Rote Karte.

Bei den Augsburgern musste Uwe Möhrle bereits nach sechs Minuten verletzungsbedingt vom Feld, für den Augsburger Kapitän kam Gibril Sankoh, der jedoch in der Halbzeit gehen musste, weil er wesentlich an den beiden ersten Gegentoren beteiligt war. Die Schwaben spielten mit Trauerflor für den am Freitag in Augsburg ermordeten Polizisten, der auf jener Wache gearbeitet hat, die auch für das FCA-Stadion zuständig ist.