"Auszeit"

Knisternde Erotik und Zustände "komatöser" Lust

Die Lust sucht unsere Sporthelden heim. Von Vettel bis Petkovic: Niemand kann sich im Zaum halten. Auch nicht bei den Olympischen Spielen.

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Wenn die Blätter fallen, die Anspannung weg ist und die Titel wie eine Eins stehen, dann kommt der Sport gern mal in Wallung. Dann knistert die Erotik, es ist eine wahre Wonne. Wir bekommen dann einen Einblick, was unsere Helden so treiben.

Gerade wurden wir ja Zeuge, wie Sebastian Vettel erst den Liebestempel Taj Mahal in Indien aufsuchte und dann auf Hindi der Weltöffentlichkeit preisgab: „Apke Desh Ki ladkiya Bahut Sunder hai“. Übersetzt heißt die Avance: „Die indischen Frauen sind wunderschön.“ Die waren verzückt und Vettel wie im Rausch. Einem indischen Journalisten sagte der Formel-1-Weltmeister, dass er wirklich sehr schöne Augen habe. Stöhn.

Nun wissen Eingeweihte ja, dass es – außer vielleicht noch in der Versicherungsbranche – in kaum einem anderen Bereich so hoch hergeht wie im Sport. Etwa bei Olympia. Kondome sind da begehrter als Medaillen, kein Scherz. Bei den Spielen in Vancouver mussten zu den vorab an die Athleten ausgegebenen 100.000 Lümmeltüten noch mal zigtausend nachbestellt werden.

Der britische Tischtennisspieler Matthew Syed berichtete von einem „Sexfest“ bei den Sommerspielen 1992 in Barcelona, bei dem er „im Zustand komatöser Lust“ war und „definitiv der Ohnmacht nahe“.

Ja, so kann es kommen. Die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic twitterte Sonntag über einen Hotelaufenthalt: „Peinlichste Geschichte der Welt: Ein Pärchen nebenan macht Liebe, und du teilst dir ein Zimmer mit Mutti.“ Hahaha, schrieb ihr Kollegin Sabine Lisicki zurück, das gleiche sei ihr in Italien passiert: „Dachte, die fliegen gleich durch die Wand zu uns herein.“ Wenn stattdessen Vettel bei ihr angeklopft hätte, würde uns das auch nicht mehr verwundern.