Skandal auf Schalke

Billardkugel-Werfer stellt sich nach Attacke auf Merk

Nach der Wurfattacke auf den TV-Experten und ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichter Markus Merk hat sich der Täter bei der Polizei gemeldet.

Der Billardkugel-Werfer beim Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Samstag hat sich gestellt.

Wie die Polizei Gelsenkirchen am Dienstag mitteilte, habe ein 36 Jahre alter Mann aus Gronau zugegeben, dass er einen Schlüsselanhänger mit einer Miniatur-Billardkugel in Richtung des ehemaligen Schiedsrichters Markus Merk geworfen habe . Begründet habe der Mann die Aktion damit, dass Merk den FC Schalke vor zehn Jahren bei einem Spiel „verpfiffen“ habe.

Merk hatte als Experte des Pay-TV-Senders Sky die Schalker Arena erstmals nach der legendären Vier-Minuten-Meisterschaft der Königsblauen 2001 betreten.

Der Kaiserslauterer hatte an jenem 19. Mai Bayern München in der Nachspielzeit einen umstrittenen indirekten Freistoß im Strafraum zugesprochen, der zum 1:1 beim Hamburger SV führte.

Dadurch schob sich der Rekordmeister noch an Schalke vorbei. Schalker Anhänger werfen Merk seitdem vor, ihnen den ersten Titel seit 1958 verwehrt zu haben.

„Der FC Schalke 04 hat das Verhalten am Rande des Spiels gegen Kaiserslautern ausdrücklich und ohne Wenn und Aber missbilligt. Er begrüßt aber, dass der Werfer nunmehr Charakter gezeigt und sich der Polizei gegenüber offenbart hat“, hieß es in einer S04-Pressemitteilung: „Alle Fans sollten erkennen, dass Angriffe auf gegnerische Anhänger, Spieler, Schiedsrichter, Vereinsfunktionäre, Medienvertreter oder andere Beteiligte mit fairem Verhalten bei einem Fußballspiel nichts zu tun und dass sie nicht akzeptiert werden können. Auf Schalke und anderswo, wo diese wunderbare Sportart gelebt wird.“