Niederlage in Piräus

Klopps Jungs sind noch zu grün für Europa

Der Deutsche Meister Borussia Dortmund steht nach dem 1:3 bei Olympiakos Piräus vor dem frühzeitigen Aus in der Champions League.

Was unterscheidet das 1:3 bei Olymiakos Piräus von den vorangegangenen beiden Champions League-Auftritten von Borussia Dortmund? Diesmal war der BVB nicht die bessere Mannschaft. Diesmal konnte das Team von Jürgen Klopp mit den Griechen, auch nicht gerade Aristokraten im europäischen Fußball, eben nicht mithalten.

Dabei ist es weniger die erneut schwache Chancenverwertung, die dafür sorgt, dass der Deutsche Meister in der Königklasse schon vor dem Aus steht. Es ist auch nicht nur die fehlende Erfahrung in diesem Wettbewerb. Es sind vielmehr erneut individuelle Fehler von früheren Leistungsträgern. Und es ist ein kollektives Nachlassen in Sachen Konzentration.

Es ist nachvollziehbar, dass eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von unter 23 Jahren, die noch nie zuvor in diesem Wettbewerb gespielt hat, in der Champions League zunächst einmal Lehrgeld zahlt. Dies ist beim 1:1 gegen Arsenal und beim 1:3 in Marseille geschehen. Doch in Piräus gab es eben nicht nur, wie bei den Spielen zuvor, haarsträubende Patzer einzelner Spieler, sondern ein eklatantes Fehlverhalten des gesamten Defensivblocks inklusive des Mittelfelds.

Wer bei einer gegnerischen Flanke an den eigenen Fünf-Meter-Raum nur halbherzig zum Kopfball hoch steigt oder bei einem gegnerischen Einwurf in Strafraumnähe einfach komplett abschaltet, der bekommt nicht nur in der Champions League Gegentore und Probleme.

Es gibt in dieser Saison beim BVB einfach zu viele Ausfälle im Team, zu viele Spieler, die nicht ihr das Leistungsniveau der vergangenen Saison erreichen.