Treueschwur

Riberys Liebeserklärung an den FC Bayern

Franck Ribery gibt das Motto für den Saisonendspurt aus: "Unser Job ist jetzt, alles zu gewinnen." Außerdem will der Franzose die Inter-Schmach vergessen machen.

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Mittelfeldstar Franck Ribery hat dem deutschen Rekordmeister Bayern München die Treue geschworen. „Ich habe hier für fünf Jahre unterschrieben. Ich gebe immer 100 Prozent für den Klub, mein Herz gehört Bayern“, sagte der 27-jährige Franzose und will das Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Inter Mailand vergessen machen: „Was gegen Mailand passiert ist, ist unfassbar. Wir müssen das irgendwie wieder gutmachen. Unser Job ist jetzt, alles zu gewinnen.“

Die Europa League bezeichnete Ribery als „Scheiß-Wettbewerb. Das wäre für alle schrecklich: für die Spieler, für die Verantwortlichen, für die Fans“, so der französische Nationalspieler. Auf den Verbleib von Trainer Louis van Gaal angesprochen, sagte Ribery: „Ich denke, wir ziehen mit ihm die Saison durch.“

Auch FCB-Kapitän Philipp Lahm erklärte im Interview mit dem "Spiegel", van Gaal sei „der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt“ gewesen. Das Verhältnis zwischen Spielern und dem Niederländer sei trotz der bevorstehenden Trennung weiterhin intakt und „jeder Spieler merkt, dass er immer noch zu 100 Prozent engagiert ist. Er arbeitet genauso akribisch weiter wie vorher, das beeindruckt mich“.

Zudem habe van Gaal dem Verein „sehr gut“ getan. Der Abschied von van Gaal am Saisonende sei aber logisch: „Alles beim FC Bayern wird am Erfolg gemessen. Wenn der ausbleibt, dann handelt der Verein. So hat er immer schon funktioniert.“

In die Transferpolitik des Vereins möchte sich der deutsche Nationalspieler nicht einmischen: „Der Verein weiß, welche Art von Trainer er nach van Gaal braucht. Und den wird er verpflichten.“ Lahm forderte jedoch gleichzeitig: „Wir haben jetzt eine Spielphilosophie. Die muss weiterentwickelt und verfeinert werden, vor allem in der Defensive. Darin wird die Aufgabe des neuen Trainers liegen. Er wird etwas Besseres vorfinden als van Gaal damals bei seinem Antritt. Er wird eine Mannschaft vorfinden, die eine Ahnung davon bekommen hat, wie sie agieren soll.“

Auch in der Frage nach einem Wechsel von Schalkes Nationalkeeper Manuel Neuer zum FC Bayern gibt sich Lahm diplomatisch: „Auf unseren Torhüter Thomas Kraft ist zu 100 Prozent Verlass. Aber man hat ja vor allem bei der WM und in anderen Länderspielen gesehen, was für ein hervorragender Torhüter Neuer ist.“

Zudem sieht der 27-Jährige die Zeit der „harten Hunde“ im Trainergeschäft für sich abgelaufen. Man könne mit mündigen Profis nicht mehr so umgehen wie früher. Die Spieler seien in der heutigen Zeit anders gestrickt und würden für die Entscheidungen des Trainers Erklärungen verlangen. Trainer wie Jürgen Klopp von Borussia Dortmund, der Mainzer Thomas Tuchel und der kommende Leverkusen-Coach Robin Dutt würden „in die Zeit passen“, so Lahms Einschätzung.